Brunner zu Tiroler Naturschutzentscheidungen: "Natur immens gestärkt"

Grüne ortet "deutliche Klimaveränderung" in Tirols Naturschutzpolitik

Wien (OTS) - Eine deutliche Klimaveränderung in der Tiroler Naturschutzpolitik konstatiert die Grüne Umweltsprecherin im Nationalrat, Christiane Brunner, angesichts der jüngsten Entscheidungen in Tirol über das Ruhegebiet Kalkkögel und die Nominierung der Osttiroler Gletscherbäche und der gesamten Isel als Natura2000 Gebiet. "Tirol hat ein Ausrufezeichen in der Naturschutzpolitik gesetzt. Das sind geradezu spektakuläre Entscheidungen, wenn man sich vor Augen führt, mit wie viel Vehemenz und mit wie viel finanziellen Mitteln die Gegner versucht haben die Beschlüsse zu verhindern.

Die Entscheidung für den Erhalt des Ruhegebietes Kalkkögel hat weit über die Grenzen von Tirol hinaus Bedeutung", spielt Brunner auf die Anerkennung der rechtlicher Gutachten durch alle Landtagsparteien an. "Die Alpenkonvention als verbindlicher völkerrechtlicher Vertrag ist damit auf eine neue Ebene gehoben worden. Die Expertise hält schwarz auf weiß fest, dass Schutzgebiete zu erhalten sind, und dass bei einer Verletzung, Staatshaftungen im Sinne der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes zu leisten sind. Das wurde selbst von Landeshauptmann Günther Platter anerkannt", freut sich die Grüne Umweltsprecherin. In Tirol sei nach dem Aus für das Seilbahnprojekt über die Kalkkögel der Weg frei für einen neuen Naturpark, der schon im Dezember in einem Beschluss der Tiroler Landesregierung grundsätzlich beschlossen wurde.

Der Nominierung des letzten frei fließenden Gletscherflusses, der Isel, gingen jahrelange hart geführte Debatten voraus. Umso erfreulicher ist es für Brunner, dass die Grüne Umweltlandesrätin Ingrid Felipe schlussendlich die gesamte Isel und Teile ihrer Zubringerbäche als Schutzgebiet ausgewiesen hat. Gleichzeitig zur Nominierung beschloss die Tiroler Landesregierung für die nächsten zehn Jahre ein Regionalförderprogramm, das mit dem 1 Mio. Euro pro Jahr in die nachhaltige Entwicklung der Region investiert werden soll. "Der jahrelange Kampf der Grünen und der wichtigsten Umweltschutzorganisationen dafür, dass die Isel ohne Zerstückelung in das europaweite Natura 2000-Netzwerk eingebracht wird, hat sich gelohnt. Und auch die lokalen Initiativen von den ,Iselfrauen' bis zum ,Netzwerk Wasser Osttirol' haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Osttiroler Gletscherbäche jetzt das europaweit wichtigste Naturschutzprädikat verliehen bekommen. ich erwarte mir die Nachnominierung der noch fehlenden natura2000 Gebiete."

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