JG-Wien fordert Leerstandsabgabe, Gratis-Schultablet und neue Ganztagsschulen

Vorsitzender Marcus Gremel: "Wien weiter denken!"

Wien (OTS/SPW) - Unter dem Motto "Wien weiter denken" hielt die Junge Generation in der SPÖ Wien (JG-Wien) gestern Freitag ihre Jahreskonferenz in der Urania ab. Günstige Wohnungen durch ein neues Mietrecht und eine Leerstandsabgabe, ein Gratis-Tablet für jedes Wiener Schulkind und zehn neue Ganztagsschulen sind die Forderungen der jungen Roten. ****

Acht Monate vor der Wiener Wahl schwor der Vorsitzende der JG Wien, Marcus Gremel die AktivistInnen auf den bevorstehenden Wahlkampf ein. Gremel sieht die Entwicklung Wiens äußerst positiv, jedoch gebe es vor allem für junge Leute noch viel zu tun. "Die Jugend hat es heute durch die globale Finanzkrise und Fiaskos wie die Hypo viel schwerer als noch vor 10 Jahren. Der Wohnungsmarkt, der Arbeitsmarkt, die Bildung, alles Bereiche, wo wir dringend etwas für die Jungen tun müssen", so der Vorsitzende der JG-Wien.

Leerstandsabgabe um Spekulation zu bekämpfen Die Entscheidung der Wiener SPÖ wieder Gemeindewohnungen zu bauen ist für Marcus Gremel goldrichtig. "Das ist meine Sozialdemokratie." Doch das allein werde laut Gremel die wachsende Nachfrage nach Wohnungen nicht stemmen. Daher bedarf es für den JG-Wien Vorsitzenden auch Maßnahmen, die den privaten Immobilienmarkt betreffen. Gremel: "Wir brauchen endlich eine Mietrechtsreform auf Bundesebene und wir müssen auch weiterhin für die Leerstandsabgabe kämpfen. Es ist nicht OK, wenn mit Wohnraum spekuliert wird und sie bewusst leergehalten werden, während tausende junge WienerInnen auf der Suche nach einer leistbaren Wohnung sind."

Gratis-Tablet für alle Wiener Schulkinder "Wir träumen von der Schulbuchaktion 2.0. Ein Schul-Tablet für jedes Wiener Schulkind. Zeitgemäß und kostenlos. Mit der modernsten Technik und den dazugehörigen Lerninhalten können wir Kinder optimal fordern und fördern. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichheit beim Zugang zum Wissen. Wir lassen uns nicht davon beirren, dass die ÖVP auf Bundesebene die längst überfällige Bildungsreform weiter blockiert, sondern gehen in Wien eigene Wege. Flächendeckende Ganztagsschulen, der Gratiskindergarten und der stetige Ausbau von Kinderkrippenplätzen belegen diesen modernen Wiener Weg in der Bildungspolitik", erläutert Gremel die bildungspolitischen Forderungen der JG-Wien.

Brauner: Gläserne Decke in allen Bereichen durchbrechen Anlässlich des internationalen Frauentages war die Frauenvorsitzende der SPÖ Wien Vizebürgermeisterin Renate Brauner als Gastrednerin zur JG-Jahreskonferenz geladen. "Gerade für junge Menschen steht die Entwicklung und die Zukunft unserer Stadt im Vordergrund. Deshalb sorgen wir schon heute mit einer weltoffenen Politik des Miteinanders dafür, dass die Stadt bestens gerüstet ist für die anstehenden Herausforderungen - und dass sie für alle Menschen gleichermaßen leistbar und lebenswert bleibt. Mit Initiativen wie etwa Gratis-WLAN an öffentlichen Plätzen, die wir gemeinsam umsetzen, sorgen wir genau dafür", so Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

"Die Frauenpolitik der Stadt Wien sorgt dafür, dass die Unterschiede zwischen Männern und Frauen, was etwa das Qualifikationsniveau, die Einkommen und die beruflichen Chancen betrifft, geringer werden, was ganz besonders die jungen Frauen in Zukunft spüren werden: sie sollen die 'Gläserne Decke' in allen Bereichen durchbrechen, dafür kämpfen wir weiterhin vehement", so die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende im Hinblick auf den Frauentag

Aktion zum Frauentag: Mein Bauch gehört mir Anlässlich des Frauentags am 8.März fand im Rahmen der Konferenz auch eine Aktion der JG-Frauen statt. Bei einer Ausstellung wurden T-Shirts präsentiert, die im Rahmen der Johanna Dohnal Frauenenquete zum Thema "Mein Bauch gehört mir! 40 Jahre Fristenregelung" von den Workshopteilnehmerinnen gestaltet wurden. Mit dieser Aktion wollen die JG-Frauen den Schwangerschaftsabbruch wieder aus der Tabuzone holen und ihre Forderungen nach Beseitigung finanzieller und struktureller Hürden beim Schwangerschaftsabbruch, bekräftigen.

Paul Reisenauer zum Landessekretär gewählt Am Ende gab es noch eine personelle Veränderung in der JG-Wien. Der stellvertretende Vorsitzende Paul Reisenauer wurde mit überwältigender Mehrheit von 88,9 Prozent zum neuen Landessekretär gewählt und folgt damit Luise Wernisch nach. Reisenauer ist auch Chefredakteur des Mitgliedermagazins Freundschaft und hat an mehreren Kampagnen der JG-Wien wie "Free Wien-LAN", "Recht auf Löschung" oder "Wohnfühlen in Wien" maßgeblich mitgewirkt. Marcus Gremel: "Ich freue mich mit Paul Reisenauer einen Mitstreiter gewonnen zu haben, der neue Ideen einbringt um unsere Organisation weiterzuentwickeln. Beispielsweise soll den jungen Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit gegeben werden sich mittels liquid democracy tools ganz einfach und unkompliziert an unserer politischen Arbeit zu beteiligen. Mit diesem und anderen Projekten werden wir die JG-Wien in den nächsten Jahren weiter gemeinsam voranbringen. Luise Wernisch danke ich für 6 Jahre Tätigkeit als Landessekretärin und Ihre unglaubliche Tatkraft und Engagement. Gemeinsam haben wir Großartiges erreicht."

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