Vladyka: Einkommen noch immer höchst ungleich verteilt

Echte Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben lässt noch immer auf sich warten

St. Pölten (OTS) - Den morgigen Internationalen Frauentag nimmt SPNÖ-Frauensprecherin LAbg. Christa Vladyka zum Anlass, einmal mehr auf die noch immer massiven Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen: "Als Frauenpolitikerin bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich ständig zu wiederholen, denn sehr zu unserem Leidwesen hat sich die Situation von Frauen in viel zu vielen Bereichen nicht gebessert. Frauen leisten noch immer den Löwenanteil der unbezahlten Arbeit in Haushalt, Kindererziehung und der Pflege Angehöriger, Frauen mit Karriereambitionen haben nicht nur aufgrund von Unterbrechungen zur Kindererziehung weit schlechtere Chancen als ihre männlichen Kollegen und die Einkommen von Männern und Frauen sind nach wie vor massiv ungleich verteilt", macht Vladyka deutlich.

Aber nicht nur die Probleme seien die gleichen geblieben, sondern auch die leider noch immer nicht verwirklichten Lösungen, so die SPNÖ-Mandatarin: "Denn was wir brauchen, sind eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit ein flächendeckendes Angebot an entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Ganztagsschulen und Regelungen, die eine gerechte Entlohnung beider Geschlechter gewährleisten. Denn es ist für Österreich wahrlich kein Ruhmesblatt, an vorletzter Stelle in der EU zu stehen, derzeit ist die Einkommenssituation nur für Frauen in Estland noch ungleicher", streicht Vladyka heraus.

Viele Frauen stecken quasi in einer doppelten Lohnschere fest. Denn nicht nur die Einkommen von Männern und Frauen sind nach wie vor ungleich, auch die Entwicklung von hohen und niedrigen Einkommen driftet immer mehr auseinander. Während hohe Einkommen in den letzten Jahren leicht gestiegen sind, sind die niedrigen Einkommen deutlich gesunken. Aufgrund der niedrigen Einkommen und der hohen Teilzeitquote, die vielfach durch fehlende Kinderbetreuungsplätze erzwungen wird, sind Frauen daher auch besonders stark von Altersarmut betroffen.

"Seit den ersten ‚Frauentagen‘ am Beginn des 20. Jahrhunderts haben die Frauen natürlich viel erreicht. Aber es bleibt leider auch rund ein Jahrhundert später noch immer viel zu tun. Denn die Gleichberechtigung der Geschlechter ist zwar gesetzlich verankert aber eine echte Gleichstellung von Frauen, vor allem was die -bezahlte und unbezahlte - Arbeit betrifft, lässt leider noch immer auf sich warten", so LAbg. Vladyka abschließend.

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