"Sisters, unite!" - Internationaler Frauentag im Wien-Haus in Brüssel

Lisa Fuchs: Frauen in sozialen Medien sichtbar machen

Wien/Brüssel (OTS) - Aus Anlass des internationalen Frauentags lud gestern, Freitag, das Verbindungsbüro der Stadt Wien zu einem Vortrag der Wiener Medienexpertin Lisa Fuchs. Es ging um die Frage, welche Unterschiede es zwischen Frauen und Männern bei der Nutzung sozialer Medien gibt. "Soziale Medien sind Teil des echten Lebens, insofern gibt es auch online Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern", so Fuchs. In ihrem Vortrag analysierte die Gründe und Mechanismen für die männliche Dominanz unter den MeinungsbildnerInnen innerhalb sozialer Netzwerke: "Was Zitate für die wissenschaftliche Reputation bedeuten, sind Retweets und Shares für die Social Media Credibility." Und Fuchs gab auch Antworten auf die Frage, wie dieses Ungleichgewicht behoben werden kann: "Eine zielführende Maßnahme, um Frauen im Web sichtbar zu machen, ist Frauensolidarität. Gegenseitige Unterstützung, Erwähnung und Bezugnahme stärkt weibliche Userinnen enorm."

Frauenabteilung der Stadt Wien arbeitet schon lange an der Überwindung von Geschlechterstereotypen

Michaela Kauer, Leiterin des Verbindungsbüros der Stadt Wien, informierte die Teilnehmerinnen über die langjährigen Aktivitäten der Frauenabteilung der Stadt Wien im Bereich der Sichtbarmachung von Frauen in der Öffentlichkeit. "Im Zentrum steht immer die Überwindung von Geschlechterstereotypen - für Frauen und Männer. Medien spielen da eine wichtige Rolle. Die Abteilung hat daher z.B. einen Leitfaden für die geschlechtergerechte Formulierung von Texten und eine Broschüre zur sensiblen Berichterstattung zum Thema Gewalt an Frauen für JournalistInnen herausgegeben," sagte Kauer. Auch im Rahmen des Netzwerks "FemCities", das von der Frauenabteilung der Stadt Wien koordiniert wird, konnten sich Städte zu Strategien gegen sexistische Werbung austauschen.

Frauenberger zur EU-Frauenpolitik

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger sandte Grußworte an die Frauen in Brüssel: "Der Frauentag ist ein Feiertag, an dem wir stolz auf unsere Erfolge zurück blicken, aber auch ein Tag, an dem wir unsere Forderungen wieder lauter drehen. Es gibt immer noch grundlegende Unterschiede in den Lebensrealitäten von Frauen und Männern, das hat der erste Wiener Gleichstellungsmonitor deutlich gezeigt. Vor allem die mediale Darstellung von Rollenbildern beschäftigt die Wiener Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung seit mittlerweile drei Jahren. Gerade auch in den sozialen Medien müssen wir uns ansehen, wie Frauen repräsentiert sind und welchen Anfeindungen sie ausgesetzt sind." Die vorherrschenden Rollenbilder müssten bekämpft werden, um Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, so die Wiener Frauenstadträtin.

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Michaela Kauer
Wien-Haus in Brüssel
Telefon: +32 2 743 85 01
E-Mail: michaela.kauer@wien.gv.at

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