"profil": FMA zeigte mutmaßliche Bilanzfälschung bei früherer Hypo Alpe-Adria an

Laut Sachverhaltsdarstellung sollen Bewertungen im Jahresabschluss 2009 fehlerhaft gewesen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Finanzmarktaufsicht bereits Ende vergangenen Jahres vermutete Unregelmäßigkeiten in den Büchern der früheren Hypo Alpe-Adria (nunmehr Heta) zur Anzeige gebracht. Konkret geht es um mutmaßlich fehlerhafte Bewertungen von Beteiligungen und Finanzierungen, vornehmlich im Leasingbereich, und zwar im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses 2009.

Die FMA stützt sich dabei auf ein 2014 erstelltes Gutachten des Sachverständigen Fritz Kleiner. Die Sachverhaltsdarstellung richtet sich recht allgemein gegen die damaligen Organe der Hypo. Die Bank wurde zwar im Dezember 2009 verstaatlicht, der am 16. März des Folgejahres vorgelegte (und von Deloitte testierte) Jahresabschluss wurde aber noch vom alten Management aus der BayernLB-Ära unterfertigt. Auf Anfrage ließ die BayernLB "profil" eine Stellungnahme der Hamburger Medienanwältin Tanja Irion übermitteln:
"Der Verdacht der Bilanzfälschung durch Mitarbeiter unserer Mandantin entbehrt jeglicher tatsächlicher Grundlage." Und weiter: "Die BayernLB kann zu der Bilanzlegung des Geschäftsjahres 2009 keine Aussagen treffen, da diese ausschließlich unter der Verantwortung und der alleinigen Eigentümerschaft der Republik Österreich im Jahr 2010 erstellt wurde." Die FMA wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte anhängige Ermittlungen.

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