Junge Industrie zum Frauentag: Es bleibt noch viel zu tun

JI-Vorsitzende Niss: Brauchen mehr Frauen in Industrie und Technik - Zugangsquotenregelungen nicht zielführend

Wien (OTS/JI) - "Wir haben in Österreich schon einiges erreicht, aber es gibt auch noch mehr als genug zu tun", resümierte die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, heute, Freitag, anlässlich des bevorstehenden Frauentages. Die Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsleben, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mehr Frauen in Führungsetagen seien zentrale Anliegen der Industrie, wenn es um die Zukunft des heimischen Wirtschaftsstandortes geht. "Es ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ganz einfach der wirtschaftlichen Weitsicht, den vielen gut ausgebildeten Frauen jede Möglichkeit zu geben, ihre Potenziale zu entfalten und diese auch optimal zu nutzen", hielt Niss fest. Die vielfach geforderte Zugangsquotenregelungen seien dabei jedoch nicht zielführend. So seien freiwillige Verpflichtungen und Initiativen wie das Top-Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen" in Kooperation mit dem BMWFW und der WKÖ oder die IV-Initiative "Frauen.Führen" "sinnvollere Wege, um nachhaltige Ziele zu erreichen". Individualität und Eigenverantwortung der heimischen Unternehmen seien dabei ebenso entscheidend, wie die Motivation und der Wille der Frauen, aus eigener Kraft Spitzenpositionen zu erreichen.

Vor allem bei Ausbildungs- und Berufswahl ansetzen

"Es ist zwar ein leichter Aufwärtstrend ablesbar, dennoch liegt noch ein langer Weg vor uns", hielt die JI-Vorsitzende fest. Weit bessere "Hebel" als Zugangsquoten seien richtig gesetzte Rahmenbedingungen für weibliche Ausbildung und Berufswahl. "Auch in Zukunft muss es unser Ziel sein, junge Frauen zu ermutigen, technik-bzw. naturwissenschaftlich orientierte Ausbildungswege zu wählen oder sogenannte MINT-Fächer zu studieren. Das erhöht nicht nur die Jobchancen, sondern auch die Aussichten auf einen attraktiven Karriereweg", so Niss. Frauenförderung beginne im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule. Dort müsse dafür Sorge getragen werden, den Fokus junger Mädchen nicht frühzeitig auf vermeintlich frauentypische Berufswege zu beschränken. Stattdessen müsse man jungen Frauen die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten, die sie heute haben, noch viel stärker bewusst machen. "Nur so werden wir es langfristig schaffen junge Frauen für die besser bezahlten Berufe in Technik und Wirtschaft zu gewinnen und damit am Ende auch mehr Frauen in Führungspositionen zu finden", so Niss abschließend.

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