Hundstorfer bei BeSt: „Es muss für jeden Jugendlichen eine faire Chance auf gute und fundierte Ausbildung geben“

Die sehr erfolgreichen NEBA-Schnuppertage werden künftig ganzjährig angeboten

Wien (OTS/SK) - "Eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ziele ist, dass jeder Mensch in unserem Land eine faire Chance bekommt, um sein Potenzial nützen und um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Eine gute, fundierte Ausbildung ist dazu die wichtigste Voraussetzung", erklärte Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer am Freitag. Bei der Pressekonferenz anlässlich der vom Sozialministerium unterstützten "Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung" (BeSt) nahmen neben dem Arbeitsminister auch Günther Schuster (Leiter des Sozialministeriumservice), Wolfgang Hesoun (Vorstandsvorsitzender der Siemens AG Österreich), Marcus Ramsauer (Geschäftsführer ELK Fertighaus GmbH), Charlotte Welzl (Stv. Leiterin der Produktionsschule Volkshilfe Beschäftigung Jobfabrik) und mehrere betroffene Jugendliche teil. "Die sehr erfolgreichen NEBA-Schnuppertage werden in das Regelprogramm übernommen und nun nicht mehr zu einer bestimmten Zeit, sondern ganzjährig angeboten", kündigte Hundstorfer an. ****

Mit den NEBA-Schnuppertagen (NEBA: Netzwerk Berufliche Assistenz)-die zwischen ein und drei Tagen dauern - können Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren mit Vermittlungseinschränkungen - erste berufliche Eindrücke gewinnen, etwa im Einzelhandel, in der Systemgastronomie oder im Restaurantbereich.

Dieses Projekt war äußerst erfolgreich. Im vergangenen Herbst haben an den NEBA-Schnuppertagen 300 Unternehmen teilgenommen, die insgesamt 1.300 Schnupperplätze angeboten haben. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2013, als diese Aktion gestartet ist. "Damit setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um benachteiligten Jugendlichen Möglichkeiten und Chancen für eine Berufsausbildung und damit für ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen", betonte Hundstorfer.

Früher Schulabgang ist Hauptursache für Jugendarbeitslosigkeit

"Wir haben in Österreich zwar mit der zweitniedrigsten Jugendarbeitslosigkeit in Europa weiterhin einen Spitzenplatz", erklärte Hundstorfer. Dennoch sind im Durchschnitt rund 75.000 Jugendliche zwischen 15 und 24 weder in Ausbildung noch im Erwerbsleben. "Hauptursache ist ein früher Schulabgang. Um das zu verhindern, haben wir in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, wie die Ausbildungsgarantie, das Jugendcoaching, das Netzwerk Berufliche Assistenz oder auch das Angebot der Produktionsschulen", erklärte Hundstorfer.

Alle diese Programme laufen sehr erfolgreich, über das Jugendcoaching konnten vergangenes Jahr 35.000 Jugendliche angesprochen werden. Die Produktionsschulen, die bis letztes Jahr "AusbildungsFit" hießen, sollen zusammengeführt und in NEBA integriert werden. Derzeit gibt es bundesweit ca. 2.000 TeilnehmerInnen in 42 Projekten. Durch die Zusammenführung werden ab 2016 deutlich über 3.000 Jugendliche pro Jahr von diesem Angebot profitieren.

Hundstorfer verwies auch auf den "nächsten Entwicklungsschritt", die im Regierungsprogramm festgelegte Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr ab dem Schuljahr 2016/17. "Denn eines ist bewiesen, nur mit der Pflichtschule allein gibt es ein sechsmal höheres Risiko der Arbeitslosigkeit, der Armutsgefährdung und der Altersarmutsgefährdung", betonte Hundstorfer. (Schluss) up/mb

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0005