Internationaler Frauentag – SPÖ-Frauen: Mehr im Börsel auch für Frauen

Jede Frau soll von ihrem Einkommen selbstbestimmt leben können

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Frauentages, der am 8. März begangen wird, haben Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und FSG-Frauenvorsitzende Ilse Fetik heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz die Kampagne "Wir schau’n drauf, dass den Frauen genug im Börsel bleibt" vorgestellt. "Das Thema Arbeit ist den Frauen besonders wichtig, denn die Lohnschere ist immer noch zu groß", sagte Heinisch-Hosek. Auch für Fetik steht fest:
"Der Unterschied zwischen Frauen und Männern im Berufsleben ist der Gehaltszettel. Das ist nicht länger aushaltbar." Heinisch-Hosek und Fetik betonten: "Jede Frau soll von ihrem Einkommen selbstbestimmt leben können." ****

Ein Drittel der Frauen arbeitet derzeit im Niedriglohnsektor, das durchschnittliche Jahreseinkommen von Frauen beträgt 19.460 Euro. "Deswegen ist uns Sozialdemokratinnen besonders wichtig, dass Frauen auch bei der Steuerreform entlastet werden", betonte Heinisch-Hosek. Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden, der Eingangssteuersatz muss so niedrig sein, dass auch GeringverdienerInnen etwas davon haben und für jene, die aufgrund zu geringer Einkommen keine Lohnsteuer zahlen, müsse es eine Steuergutschrift geben.

Weiters sollen in Zukunft die Einkommensberichte weiterentwickelt und die Gehaltsbestandteile genau analysiert werden, um Einkommensunterschiede in allen Bereichen aufzuzeigen. Auch wird es eine Kampagne "Frauen und Mädchen in die Technik" geben, um zu zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. Ein weiterer Schritt in Richtung Chancengleichheit sei außerdem der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und ganztägigen Schulformen, "damit Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer selbstverständlich wird", so Heinisch-Hosek.
Auch ein Mindestgehalt von 1.500 Euro würde dafür sorgen, dass Frauen mehr Geld zum Leben haben. "In vielen Kollektivverträgen haben wir bereits ein Mindestgehalt von 1500 Euro erreichen können", sagte Fetik. Das Problem sei, dass die Teilzeitquote bei Frauen sehr hoch ist. "Von einem Gehalt von 750 Euro im Monat können Frauen nicht selbstbestimmt leben", so die FSG-Frauenvorsitzende. Deswegen sollen Unternehmen verstärkt dazu angehalten werden, Frauen in Vollzeitbeschäftigung anzustellen.

Handlungsbedarf besteht für Fetik auch bei der Karenzanrechnung. "Dass Präsenzdienst angerechnet wird und Karenzzeit nicht, ist für mich nicht erklärbar. Hier müssen wir mit den Dienstgebern verhandeln, bis in allen Kollektivverträgen die Karenzanrechnung durchgesetzt wird." Auch bei Urlaubsregelungen sind laut Fetik Änderungen nötig, die zu mehr Fairness führen würden: "Beispielsweise erreichen aufgrund unterschiedlicher Lebens- und Berufsbiographien nur fünf Prozent der im Handel beschäftigten Frauen die sechs Urlaubswochen. Da muss sich etwas tun." (Schluss) ve/mb

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