Stronach/Ertlschweiger unterstützt Nein zur Festplattenabgabe

Dringende Reform des Urheberrechts notwendig

Wien (OTS) - "Eine Festplattenabgabe für alle österreichischen Haushalte kommt einer neuen Steuer gleich und belastet pauschal jeden Computerbesitzer unabhängig von der Art der Nutzung - daher ist diese kategorisch abzulehnen!", unterstützt Team Stronach Mediensprecher Rouven Ertlschweiger den Beschluss des Europäischen Gerichtshofs. Dieser besagt, dass Nutzer nicht zweimal zur Kassa geben werden dürften und daher keine nochmalige Vergütung als Privatkopie zulässig sei - somit würden sowohl Festplattenabgabe als auch Direktvergütung in Österreich hinfällig.

Dennoch räumt der Team Stronach Mandatar ein, dass das Urheberrecht und die damit zusammenhängenden Rechtsmaterialien dringend reformiert werden müssen. "Die Regierung muss sicherstellen, dass Kunst- und Kulturschaffende für ihre Werke auch eine dementsprechende Abgeltung bekommen. Eigentum ist auch im Internet schutzwürdig", fordert Ertschweiger.

Zur Vorbereitung einer solchen umfassenden Reform sind insbesondere die negativen Erfahrungen aus Deutschland zu berücksichtigen. Das dortige Regelungssystem habe nämlich dazu geführt, dass ein regelrechter Abmahnmarkt entstanden ist und Eltern oft vierstellige Summen wegen Urheberrechtsverstößen an die Urheber zahlen müssen. "Ziel muss sein, eine gerechte Interessenabwägung zwischen Eigentümer- und Nutzerinteressen zu treffen und ein entsprechendes Schutzsystem zu implementieren", so Ertschweiger.

Rückfragen & Kontakt:

Team Stronach Parlamentsklub/Presse
Tel.: ++43 1 401 10/8080
parlamentsklub@teamstronach.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TSK0002