BELVEDERE: Klimts 'Beethovenfries' bleibt Eigentum der Republik Österreich - Standortfrage nach wie vor aktuell

Wien (OTS) - Der Bundesminister für Kunst und Kultur Dr. Josef Ostermayer ist heute der Empfehlung der Restitutionskommission gefolgt und hat entschieden, den 'Beethovenfries' nicht zu restituieren. "Wir begrüßen die Entscheidung, dass der 'Klimtfries' im Eigentum der Republik Österreich bleibt: Diese Arbeit Gustav Klimts zählt zu den Hauptwerken des Wiener Jugendstils und sollte daher in Wien der Öffentlichkeit zugänglich bleiben", so Agnes Husslein-Arco, die Direktorin des Belvedere, zu dessen Sammlungsbeständen der Fries zählt. "Gerade in kunsthistorischer Hinsicht aber ist der derzeitige Aufstellungsort problematisch, weil nicht authentisch. Hinzu kommen diverse konservatorische Gefährdungspotentiale für den Fries, die mit der Anbringung im Untergeschoß der Secession verbunden sind, wie jüngste Untersuchungen gezeigt haben, die das Belvedere als für den Fries verantwortliche Institution unabhängig vom Restitutionsfall durchgeführt hat. Wir befürchten, dass der Fries an seinem derzeitigen Standort langfristig Schaden nimmt! Die Vertiefung der naturwissenschaftlichen Erkundung der materiellen und technischen Komplexität des Kunstwerks ist daher unerlässlich, ebenso wie ein permanentes Zustandsmonitoring. Unsere Zielsetzung ist die Erhaltung des Kunstwerks und eine entsprechende Lösung des Standortproblems, nach Möglichkeit in Kooperation mit dem Verein Secession", so Agnes Husslein-Arco weiter.

Der 'Beethovenfries' von Gustav Klimt wurde 1972 durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung für die Österreichische Galerie Belvedere erworben und dem Museum überantwortet. Geschaffen wurde das Werk nach Richard Wagners Interpretation der IX. Symphonie von Ludwig van Beethoven im Jahr 1901.

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