Weltfrauentag: Jede fünfte Frau in Österreich ist Migrantin

Neue Statistik-Broschüre des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) bietet aktuelle Zahlen zur Situation von Migrantinnen in Österreich

Wien (OTS) - Mit der Informationsbroschüre "migration & integration -Schwerpunkt: Frauen" stellt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die spezifischen Herausforderungen und Chancen von Migrantinnen in Österreich in den Mittelpunkt und liefert aktuelle Zahlen zu den Bereichen Zuwanderung, Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf sowie Familie und Gesundheit. Die Statistik-Broschüre erscheint bereits zum vierten Mal in Kooperation mit der Statistik Austria und dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA).

Integrationsminister Sebastian Kurz betont: "In Familien mit Migrationshintergrund kommt Frauen oft eine Schlüsselrolle im Bereich der Integration zu. Mit fundierten Zahlen und Fakten zur weiblichen Migration in Österreich fördern wir eine sachliche Diskussion und bedarfsgerechte Angebote."

845.800 Frauen in Österreich haben Migrationshintergrund

• Die meisten Migrantinnen stammen aus Deutschland, Bosnien und der Türkei

Am 1.1.2014 lebten rund 845.800 Frauen mit Migrationshintergrund in Österreich. Das bedeutet, dass jede fünfte Frau in Österreich Migrationshintergrund hatte. Betrachtet man die Geburtsländer stammen die meisten im Ausland geborenen Frauen aus Deutschland (113.200). Mit großem Abstand folgen Frauen aus Bosnien und Herzegowina (77.500) sowie aus der Türkei (75.500).

• Zuwanderung ungarischer Migrantinnen mehr als vervierfacht

Zwischen 2008 und 2013 wanderten rund 102.400 Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nach Österreich zu (Nettozuwanderung). Knapp zwei Drittel von ihnen stammten aus EU- und EWR-Staaten und der Schweiz. Die meisten Migrantinnen kamen zwischen 2008 und 2013 aus Deutschland (21.300 Frauen), Rumänien (16.000) sowie Ungarn. Die Zahl ungarischer Migrantinnen hat sich seit 2008 mehr als vervierfacht (Nettozuwanderung 2008: 1.000 Frauen, 2013:
4.200 Frauen).

• Bildung: Migrantinnen zweiter Generation holen auf

Frauen mit Migrationshintergrund sind in den hoch und niedrig qualifizierten Bildungsschichten überdurchschnittlich stark repräsentiert: Knapp ein Drittel von ihnen verfügt nur über einen Pflichtschulabschluss. Gleichzeitig haben über 18% der Frauen mit Migrationshintergrund die Matura. Bei Österreicherinnen ohne Migrationshintergrund liegt dieser Wert nur bei 15%. Auch im akademischen Bereich sind Migrantinnen stärker vertreten: Rund 19% verfügen über einen akademischen Abschluss, bei Frauen ohne Migrationshintergrund liegt dieser Wert niedriger, bei knapp 17%. In Bezug auf das Bildungsniveau nähert sich die zweite Generation der Frauen mit Migrationshintergrund jenem der Österreicherinnen ohne Migrationshintergrund an: Hier sinkt der Anteil jener, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, gleichzeitig steigt die Zahl der Lehrabschlüsse.

• Arbeitsmarkt: Migrantinnen in öffentlicher Verwaltung und dem Bereich Erziehung und Unterricht unterrepräsentiert

Gut ein Drittel (35%) aller Migrantinnen arbeitet in der Beherbergung und Gastronomie, etwas mehr (42%) sind im Bereich der Unternehmensdienstleistungen beschäftigt, zu dem unter anderem Gebäudereinigung und Leiharbeit zählen. Im Bereich Erziehung und Unterricht (15%) sowie in der öffentlichen Verwaltung und Verteidigung (9%) sind Frauen mit Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert.

Die gesamte Broschüre ist unter www.integrationsfonds.at als PDF verfügbar oder unter pr@integrationsfonds.at als kostenloses Printexemplar zu bestellen. Druckfähige Grafiken stellt das Team Kommunikation des ÖIF gerne zur Verfügung.

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Österreichischer Integrationsfonds
MMag.Franziska Troger
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