IKT-Strategie für Österreich, Banken und Kundenbindung in der digitalen Welt, Industrie 4.0

Der E-Day:15 in der WKÖ bot eine breite Themenpalette und viele Informationen – Auch bereits erste Videoimpressionen auf http://tinyurl.com/ngre27t

Wien (OTS) - Auch der diesjährige E-Day deckte wieder eine breite Themenpalette ab. im Folgenden finden sich kurze Zusammenfassungen der Inhalte weiterer Themenblöcke - digital Banking, die Notwendigkeit einer nationalen IKT-Strategie für Österreich, Industrie 4.0 Unternehmensfinanzierung/Crowdinvesting - die von den Bundessparten der Wirtschaftskammer Österreich (mit-)gestaltet wurden. Teil 1 der Zusammenfassungen ist auf http://tinyurl.com/po8t86z zu finden. Weiters gibt es auf http://tinyurl.com/ngre27t bereits erste Video-Impressionen vom E-Day:15 zu sehen. Mehr zum Nachsehen und -lesen - Videos, Fotos sowie diverse Materialen zu den einzelnen Vorträgen und Diskussionsrunden - werden ab 12. März 2015 auf www.eday.at zur Verfügung stehen.

Die digitale Welt und deren Angebote verbinden Banken und ihre Kunden

"Das Internet und die Digitalisierung haben unser Leben bereits massiv verändert", hielt Thomas Uher, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, in seinen Eröffnungsworten zum Themenblock "digital Banking/Zahlen im Web/mobiles Bezahlen" fest: Eine Beschleunigung habe das Thema Digitalisierung durch eine stark steigende mobile Nutzung unterschiedlichster Bankdienstleistungen erfahren. Sein Institut stellt sich der daraus resultierenden Herausforderung mit dem Erste Hub, ein "Do-Tank, der zur einen Hälfte Bankmitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen vereint, und zur anderen Hälfte Designer, Entwickler oder Innovationsstrategen beheimatet, die zuvor in völlig bankfremden Branchen gearbeitet haben."

Mit Blick auf die Zukunft wurde im Rahmen der Vorträge und Diskussionen der Trend hin zur stärkeren Verknüpfung elektronischer Zahlungsmöglichkeiten - wie etwa Near Field Communication in Bankomat- und Kreditkarten oder in NFC-fähigen Smartphones - mit Kundenkarten ausgemacht. "Fakt ist: Digitale Welt und deren Angebote verbinden Banken und ihre Kunden", so Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Auch in Sachen Digital Banking gelte: "Be adaptive or fail". "Auch hier stehen die Bedürfnisse unserer Kunden im Vordergrund. Der Wettbewerb ist gerade in diesem Geschäftsbereich ein besonders herausfordernder."

Informations-, Kommunikations- und Technologiewirtschaft mahnt IKT-Strategie für Österreich ein

Im Zentrum des von der Bundessparte Information + Consulting mitgestalteten Themenblocks stand das Thema Unternehmensfinanzierung; Crowdinvesting wurde als alternative Finanzierungsform vorgestellt. Und so funktioniert’s: Interessierte können über spezielle (Online-)Plattformen in Projekte investieren. Ziel ist es, privates Kapital für die Finanzierung der Realwirtschaft zu mobilisieren, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaftskraft Österreichs zu stärken. "Das Besondere daran: Auch wenn die einzelnen Personen nur kleinere Beträge einbringen, kommen doch nicht selten hohe Summen zusammen und beschaffen so Unternehmen wichtiges Kapital. "Die Investoren können dabei mehr als bloße Geldgeber sein und mitunter hilfreichen Input, Feedback und wertvolle Ideen einbringen", so Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting in der WKÖ.

Immerhin trägt der Informations-, Kommunikations- und Technologie-Sektor mit weit mehr als 20 Milliarden Euro einen wesentlichen Anteil zum heimischen BIP bei, wobei 28% des Wirtschaftswachstums direkt auf IKT zurückzuführen sind", hob Robert Bodenstein, Obmann der Bundessparte Information und Consulting in der WKÖ, hervor. Laut dem digitalen Wirtschafts- und Gesellschaftsindex der EU-Kommission liegt Österreich innerhalb der EU allerdings nur mehr auf Platz 13. Bodenstein fordert daher dringend eine nationale IKT-Strategie für den Wirtschaftsstandort Österreich, die insbesondere die Freigabe der Mittel für den Breitbandausbau, Regelungen zum Urheberrecht sowie zum Thema IT-Bildung beinhalten müsse.

Themenblock Industrie 4.0 - unerlässlicher Innovationsschritt zur Sicherung des Industriestandorts Österreich

Einen weiteren thematischen Schwerpunkt beim E-Day bildete die aktuell oft zitierte "Industrie 4.0". Das Kernelement von Industrie 4.0 ist die Vernetzung nicht nur von Maschinen und Produkten, sondern auch von Unternehmen. Was werden die "Maschinen von morgen" alles in der Lage sein, selbständig zu organisieren? Nur eine in diese technologische Richtung gehende Weiterentwicklung kann den Standort der Industrie in einem Hochlohn-Land wie Österreich auch in Zukunft halten - und das betreffe nahezu alle Wertschöpfungsketten.

Die Chancen der Industrie 4.0 liegen in der lernenden Fabrik, der virtualisierten Produktionsstruktur, der adaptiven Varianz in der Produktstruktur, der individuellen automatisierten Produktionstechnik und der Ressourceneffizienz im Sinne eines Ressourcenkreislaufs, hieß es in den Vorträgen und Diskussionen. Die Risiken fokussieren sich auf die Bereiche Security und Datensicherheit. Zudem sollten keine Parallelstrukturen für Datennetze aufgebaut sondern zusammen gearbeitet werden. Die heimische Politik ist eingeladen zu begleiten und die Wirtschaft zu unterstützen. Eine Schwerpunktsetzung der Forschungsförderung im Bereich Industrie 4.0 dürfe jedoch nicht zu Lasten anderer, bestehender Themen gehen, sondern müsse vielmehr verstärkend durchgeführt werden. (JR)

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