SWV-Margreiter: Rahmenbedingungen für selbstständige Frauen dringend optimieren

Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch immer größte Herausforderung

Wien (OTS) - "Zwei Drittel aller Unternehmerinnen haben Kinder. Gerade sie belastet der tägliche Spagat zwischen Beruf und Familie enorm", stellt Doris Margreiter, Bundesfrauenvorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich (SWV) anlässlich des 104. Internationalen Frauentages fest. Daher fordert der SWV nicht nur den Abbau finanzieller Hürden bei Unternehmensgründung, sondern auch die Verbesserung der sozialen Absicherung sowie den Ausbau familienpolitischer Sachleistungen. "Wir fordern flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen, unternehmerfreundliche Öffnungszeiten und einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab einem Jahr", so Margreiter. Frauen in der Selbstständigkeit müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder adäquat betreut werden, während sie ihrer Tätigkeit nachgehen.****

Diese Forderungen seien notwendiger denn je, betont die SWV-Frauenvorsitzende, denn "jedes dritte österreichische Unternehmen wird von einer Frau geführt - Tendenz steigend, da immer mehr Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und ihn nicht bereuen." Im letzten Jahr ist der Frauenanteil der heimischen Unternehmensgründungen auf 58,4 Prozent gestiegen. Dies signalisiert nicht nur das zunehmende Selbstbewusstsein der Frauen und das Bedürfnis nach mehr Eigeninitiative, sondern fördert auch den Wirtschaftsstandort Österreich. "Diesen Trend gilt es unbedingt weiter auszubauen", betont Margreiter.

Die SWV-Bundesfrauenvorsitzende Doris Margreiter sieht nun den Ball bei der Politik: "Frauen müssen im Vergleich zu ihren männlichen Mitstreitern noch immer erheblich mehr Hindernisse überwinden, um erfolgreich sein zu können. Hier ist die Politik gefragt, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die im unternehmerischen Alltag unterstützend wirken. "Denn - egal ob selbstständig oder unselbstständig beschäftigt - Frauen dürfen erst gar nicht in die Situation geraten, sich zwischen Beruf und Familie entscheiden zu müssen", so Margreiter abschließend.

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