CARE zum Weltfrauentag: „2015 ist Schicksalsjahr für Frauen weltweit“

In diesem Jahr werden mehrere globale Abkommen für Entwicklung beschlossen: Die Gleichstellung von Männern und Frauen muss Dreh- und Angelpunkt jeglicher politischer Entscheidungen sein.

Wien (OTS) - "Die Tatsache, dass Frauen in weiten Teilen der Erde auch 2015 immer noch unter gravierenden Verletzungen ihrer Menschenrechte leiden, ist nicht hinnehmbar", sagt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. Dass Frauen keine politische Teilhabe erlaubt wird und sie die größte Last von Armut und Katastrophen tragen, sei inakzeptabel. "Wir müssen deutlich mehr Anstrengungen unternehmen, um Frauen und Männern die gleichen Chancen zu geben, ihr Leben in Würde, Freiheit und Sicherheit zu verbringen", fordert Wagner-Hager.

CARE ist in seiner Arbeit in 90 Ländern weltweit täglich mit der bitteren Realität konfrontiert, dass Frauen keinen Besitz haben, kaum Zugang zu Bildung erhalten und keine ausreichende medizinische Versorgung bekommen. Zudem haben Frauen und Mädchen häufig keine Mitsprache dabei, wie sie ihr Leben gestalten - vom Zeitpunkt der Eheschließung und Wahl des Ehemannes über die Anzahl der Kinder bis zur Erwerbstätigkeit und den häuslichen Finanzen.

Im September verabschieden die Vereinten Nationen (UN) die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Post-2015), die die Millenniumsentwicklungsziele ablösen.
CARE fordert, dass die Gleichstellung der Geschlechter als eigenständiges Ziel innerhalb der Nachhaltigen Entwicklungsziele erhalten bleiben muss. Zudem soll sie als Grundlage für alle Entwicklungsfelder deutlich benannt werden.

CARE ist überzeugt, dass es keine nachhaltigen Erfolge in der Hungerbekämpfung oder dem Ressourcenschutz geben wird, wenn die Hälfte einer Gesellschaft nicht gleichwertig in die Entwicklung mit eingebunden ist und ihr der Zugang zu Bildung, Besitz und politischen Entscheidungen erschwert wird. Auch die Klimakonferenz in Paris muss garantieren, dass Klimamaßnahmen explizit zur Geschlechtergleichstellung beitragen, um die Rolle von Frauen u.a. in der Katastrophenprävention zu stärken, verlangt CARE.

Tipp: Sonderführungen zugunsten von CARE am Weltfrauentag, 8.3., im KHM Wien "Frauen im Krieg - Frauen in der Kunst"
Infos:
https://www.care.at/newsroom/news/8427-frauen-im-krieg-in-der-kunst

Rückfragen & Kontakt:

CARE Österreich
Mag. Katharina Katzer
Referentin für Presse & Medien
++43 (0)1 7150715-52, 0664-88731425
katharina.katzer@care.at
www.care.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAO0001