ÖH ad FH-Ranking des Industriemagazin

Sinnhaftigkeit und Nutzen für Studierende nicht erkennbar

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) übt Kritik am gestern veröffentlichten Fachhochschul-Ranking des Industriemagazins. Für uns als offizielle Studierendenvertretung bietet dieses Ranking absolut keine Entscheidungshilfe für angehende Studierende". So wurden bei der zugrunde liegenden Studie ausschließlich sogenannte Entscheider_innen aus Industrie und Wirtschaft aber keine Studierenden nach ihrer Meinung gefragt. "Die Methodik der Studie zeigt, dass die Qualität eines Studienplatzes ausschließlich durch ein externes Image gemessen wurde und die Meinung von Studierenden nicht berücksichtigt wurde. Die Studie spiegelt also viel mehr die Strukturen und Beziehungen innerhalb der Industrie wider, als die Situation und Qualität an den österreichischen Fachhochschulen", so Florian Kraushofer vom Vorsitzteam der ÖH.

Fortschritt kann in vielen Fällen außerdem nicht vom Mainstream bewertet werden. "Innovation ist immer das, was nicht mehrheitsfähig ist", so Kraushofer dazu. "Außerdem sollten Gehalt oder ein scheinbarer Arbeitsplatz nicht die wichtigsten Gründe für ein Studium sein. Es müssen auch Punkte wie die Vereinbarkeit von Job und Studium, die Vereinbarkeit mit der Familie, Sport- und Freizeitangebote und die Möglichkeiten für freie Wahlfächer mit einbezogen werden. Jedenfalls gilt, dass Studierende und Absolvent_innen in den meisten Fällen selbst am besten die Qualität ihres Studiums beurteilen können. Diese Meinung ist wichtig und gehört in ein Ranking mit einbezogen", so Kraushofer.

Zudem wird der Nutzen für Studierende durch den beschränkten mit Kosten verbundenen Online-Zugriff geschmälert. "Um Studien für sinnvolle Entscheidungen nutzen zu können, sollten sie frei zugänglich und transparent sein. Ansonsten verwirren sie und liefern ein falsches Bild", so Kraushofer weiters zur Studie. "Gerade dieser Tage werden sich viele junge Menschen für einen Studienplatz entscheiden und die BeSt besuchen. Entscheidungsgrundlage für diese sollte nicht sein, welche Studierenden gerade für Industrie und Wirtschaft als passend erscheinen, sondern viel mehr sollten die Qualität des Studiums und die aktuellen Erfahrungen ihrer zukünftigen Kolleg_innen im Vordergrund stehen", so Kraushofer abschließend.

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