Schwarzmann zum Frauentag: Bäuerinnen habt Mut, redet und entscheidet mit

ARGE Bäuerinnen: Agrarische und kommunale Entscheidungsgremien brauchen mehr Frauen

Wien (OTS) - "Eine moderne, effiziente Agrarpolitik braucht unbedingt die Sicht der Frauen. Unterschiedliche Perspektiven von Männern und Frauen bringen innovative und kreative Prozesse in Gang, die die Lebensqualität am Land erhöhen. In ländlichen Regionen sind Frauen nicht nur im Unternehmen Bauernhof unverzichtbar, sondern sie prägen und gestalten generell die Vielfalt in ihrem Umfeld. Auch aus wirtschaftlichen Gründen können wir uns es künftig nicht mehr leisten, auf das weibliche Potenzial gut ausgebildeter Frauen am Land zu verzichten", betonte Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich, anlässlich des Frauentages am 8. März.

Eine erfolgreiche Regionalentwicklung müsse das Engagement der Frauen am Land unterstützen und ihnen alle Türen in wichtige Gremien öffnen. Wenn künftig mehr Frauen in ländlichen Regionen mitreden und mitentscheiden, würde sich das auf die Unternehmenskultur und Kommunikation als auch auf alle Politikbereiche insgesamt positiv auswirken, ist die Bundesbäuerin überzeugt.

"Ein intakter ländlicher Raum lebt von der Kreativität und dem Engagement von Frauen. Derzeit sind diese am Land in allen kommunalen und agrarischen Gremien noch nicht ausreichend vertreten, obwohl zum Beispiel bereits 36% der landwirtschaftlichen Betriebe unter weiblicher Führung sind. Generell ist die Bäuerin als Partnerin im Großteil der 166.000 Höfe in Österreich bei allen wichtigen wirtschaftlichen Entscheidungen beteiligt, aber außerhalb von Familien und Betrieb ist ihnen die Einbindung in Entscheidungsgremien erschwert. Hier muss der Zugang für beide Geschlechter gleich sein. Es gibt genug interessierte Frauen in der Landwirtschaft, wie etwa 150 gut ausgebildete ZAM-Absolventinnen.

"Zukunftsorientierte agrarwirtschaftliche Motivation (ZAM) lautet der Titel dieses Lehrganges, den die ARGE Bäuerinnen gemeinsam mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) seit fünf Jahren interessierten Frauen in der Landwirtschaft anbietet und ihnen damit das notwendige Handwerkszeug für die Arbeit als Interessenvertreterin vermittelt", so Schwarzmann abschließend.

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen wurde 1972 gegründet und vertritt als größte Organisation ihrer Art die Interessen von rund 130.000 heimischen Frauen. Die Koordinierung der in allen Bundesländern vertretenen ARGE erfolgt in der Landwirtschaftskammer Österreich.
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