Bundesminister Ostermayer: Künstlerische Buchgestaltung in Zeiten des digitalen Lesens von hoher Bedeutung

Verleihung der Staatspreise für die "Schönsten Bücher Österreichs 2014"

Wien (OTS) - "Die kreative Gestaltung von Büchern spielt im Digitalen Zeitalter eine wichtige Rolle. Mit dem Staatspreis für die 'Schönsten Bücher Österreichs' stellen wir den Wert von gedruckten Büchern -deren Optik und Haptik - in den Mittelpunkt", so Kulturminister Josef Ostermayer, heute Mittwoch, bei der Staatspreisverleihung, die er gemeinsam mit Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, vornahm. Ausgezeichnet wurden die 15 schönsten Erscheinungen des Jahres 2014, an drei davon wurde außerdem jeweils der Staatspreis für das "Schönste Buch" verliehen.

"Österreichische Bücher konnten in den letzten Jahren auch als 'Schönste Bücher aus aller Welt' reüssieren", so der Minister. Die Fachjury hatte heuer die nicht einfache Aufgabe, von insgesamt 217 Einreichungen die schönsten Bücher Österreichs auszuwählen: "Die Vielzahl an Einreichungen zeigt, wie unglaublich groß das kreative Potenzial in dieser Branche in Österreich ist. Und es ist ein Beweis für die hohen Qualitätsstandards der Buchbranche und für die Richtigkeit der Entscheidung, die Anstrengungen dieses Sektors der Kreativwirtschaft durch Maßnahmen wie die Buchpreisbindung oder die Verlagsförderung zu unterstützen. Ich danke allen Jurymitgliedern für ihre Arbeit sowie den vielen Verlagen, Grafikern und Druckereien für die zahlreichen Einreichungen", so Ostermayer.

"Wir feiern heute die schönsten Bücher und zeichnen sie aus. Schöne Bücher haben immer einen Mehrwehrt, auf den schon bei der Herstellung geachtet wird", sagte Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels. Geschmackvoll gestaltete Bücher würden den Inhalt aufwerten und seien Teil einer zeitgemäßen Kommunikation. "Die heutige Veranstaltung zeigt, wie groß die Wertschätzung gegenüber all jenen ist, die in den Produktionsprozess eingebunden sind", so Föger.

Der seit 1952 jährlich organisierte Wettbewerb wurde im Jahr 2002 erstmals gemeinsam vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Kunstsektion durchgeführt. Aus einer Vielzahl an Einreichungen werden jährlich die 15 schönsten Bücher ausgezeichnet. Drei davon erhalten den mit derzeit 3.000 Euro dotierten Staatspreis. Für den diesjährigen Wettbewerb gab es 217 Einreichungen, während es im Vorjahr noch 191 waren.

Beim Wettbewerb "Schönste Bücher Österreichs" werden Bücher für ihre gestalterische und herstellerische Qualität ausgezeichnet. Damit soll ein bedeutender Teil der heimischen Buchproduktion an die Öffentlichkeit gebracht werden, wodurch ihm die Anerkennung verschafft werden soll, die ihm gebührt. Die eingereichten Bücher, die in sechs Kategorien unterteilt sind und die zum Großteil in Österreich produziert worden sein müssen, werden von einer zehnköpfigen Jury aus den Branchen Druck, Buchbinderei, Satz, Gestaltung, Verlag, Buchhandel und Medien nach technischen, gestalterischen und konzeptionellen Kriterien beurteilt.

Als Kategorien gelten Belletristik und Gedichtbände; Sachbücher, Kochbücher und Ratgeber, regionale und historische Bildbände; Kinder-und Jugendbücher; Zeitgenössische Kunstbände, Fotokunst, Architektur, Ausstellungskataloge; Lehr- und Schulbücher und wissenschaftliche Publikationen; sowie Sonderproduktionen und Bücher, die nicht in den Handel gelangen.

Von insgesamt 217 Einreichungen wurden drei Buchtitel für den Staatspreis ausgewählt: "Museum der Träume", erschienen im Christian Brandstätter Verlag, "Gemeindebuch Lech", herausgegeben von der Gemeinde Lech und das vom Verlag Bibliothek der Provinz veröffentlichte Buch "Markus Jeschaunig. Line projects/Linienprojekte".

Die Überreichung der drei Staatspreise erfolgte durch Bundesminister Josef Ostermayer, der auch die folgenden Buchtitel mit einer Ehrenurkunde "Schönste Bücher Österreichs" auszeichnete: "Wenn ich ein großer Fuchs bin", Residenz Verlag; "Kreuzenstein", Böhlau Verlag; "Valentin, der Urlaubsheld", Picus Verlag; "FLUC - Tanz die Utopie!", Falter Verlag; "Silence turned into Objects", Literaturedition NÖ; "Franz Graf - siehe was dich sieht", Österreichische Galerie Belvedere; "Jules Spinatsch. Vienna MMIX -10008/7000", Verlag Scheidegger & Spiess; "Tor zur Welt", Amalthea Signum Verlag; "Art is Nonvisual", Kehrer Verlag; "Vermessungen", aut. architektur und tirol; "Ich, Felder", Libelle Verlag; "Von der Alp auf den Teller", Löwenzahl Verlag.

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