Weidenholzer: Europarat rügt Frankreich wegen Prügelstrafe

SPÖ-EU-Abgeordneter: „Gewaltfreie Erziehung auch bei grenzüberschreitenden Partnerschaften für Kinder garantieren“

Wien (OTS/SK) - Weil Gewalt in der Kindererziehung in Frankreich noch immer erlaubt ist, hat sich der Europarat in Straßburg heute für eine Rüge ausgesprochen. Zwar hat diese keinen legislativen Charakter, erhöht aber durchaus den Druck auf die französische Regierung, gewalttätige Erziehungsmaßnahmen endgültig zu verbieten. SPÖ-EU-Mandatar Josef Weidenholzer weist darauf hin, dass es neben Frankreich noch eine Reihe weiterer schwarzer Schafe in Europa gebe:
"Allein in der EU gibt es 10 Mitgliedstaaten, in denen die Züchtigung in der Familie gesetzlich noch nicht verboten ist. Auch diese Länder sollte der Europarat so schnell wie möglich ermahnen." Dazu zählen neben Frankreich auch das Vereinigte Königreich, Belgien, Tschechien, Irland, Italien, Slowakei, Slowenien, Estland und Litauen. ****

"Wir reden hier keinesfalls über ein spezifisches Problem von Frankreich. Das betrifft uns alle in der EU. Die Menschen genießen die Vorteile der Personenfreizügigkeit und Partnerschaften und Ehen zwischen Menschen mit unterschiedlicher europäischer Herkunft sind längst keine Randerscheinung mehr. Insbesondere bei grenzüberschreitenden Partnerschaften muss für Kinder eine gewaltfreie Erziehung garantiert sein", betont Europaabgeordneter Weidenholzer.

Dass grenzüberschreitende Partnerschaften für viele EuropäerInnen und ihre Kinder zum Albtraum werden können, weiß Weidenholzer aus persönlichen Schicksalen, die an ihn herangetragen wurden. "Seit mittlerweile mehr als einem Jahr unterstützen wir eine Frau, die in Belgien lebte und mit einem Franzosen ein Kind hat. Das Kinderrecht auf eine gewaltfreie Erziehung ist auch ein zentraler Punkt in diesem Streitverfahren zum Fall Achilles", so Weidenholzer. (Schluss) bj/mp

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