Mückstein fordert umgehend Geld für Hospiz- und Palliativversorgung

Grüne: Empfehlungen der Enquete-Kommission müssen umgesetzt werden

Wien (OTS) - Nur ein paar Stunden nach der Beschlussfassung der Empfehlungen der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" für den dringend notwendigen Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung haben sowohl die Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser als auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer erklärt, dafür keine Budgetmittel zur Verfügung zu stellen.

"Hier zeigt sich, dass die Finanzierung des Ausbaus der Hospiz- und Palliativversorgung leider nicht gesichert ist", sagt die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein. "Die Beschlussfassung der Empfehlungen reicht nicht für die Umsetzung, hier muss es auch Anträge des Nationalrats geben, am besten von allen Fraktionen gemeinsam."

In der ersten Etappe des neuen Hospiz- und Palliativstufenplans sind jeweils rund 18 Millionen Euro in den Jahren 2016 und 2017 einzusetzen.
"Das sind ungefähr 0,07 Prozent der Gesundheitsausgaben, eine Summe, die sich Österreich trotz Einsparungsnotwendigkeiten leisten kann und muss", meint Mückstein. "Durch die Beseitigung von sinnloser Übertherapie am Lebensende würden für flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung sogar Mittel frei."

In vier öffentlichen Anhörungen haben ExpertInnen von ihrer unverzichtbaren und wertvollen Arbeit berichtet und den dringend notwendigen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung urgiert.
"Es darf nicht sein, dass die Arbeit der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" zur Beschäftigungstherapie verkommt", hält Mückstein fest.
Die Grünen werden sich für gemeinsame Anträge zur Umsetzung der Empfehlungen der Enquete-Kommission einsetzen und falls diese tatsächlich nicht zustande kommen sollten, auch alleine welche einbringen.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005