Juraczka: Neue Mittelschule Richtung Wiener Mittelschule weiterentwickeln

ÖVP Wien fordert größtmögliche Schulautonomie und Entpolitisierung bei Direktorenbestellungen - Gymnasium darf nicht marginalisiert werden

Wien (OTS) - "Ziel eines effektiven und erfolgreichen Unterrichts muss es sein, die leistungsstärkeren Schüler zu fordern und die leistungsschwächeren zu fördern", erklärte heute der Landesparteiobmann Stadtrat Manfred Juraczka angesichts des heute in zahlreichen Medien veröffentlichten Evaluierungsberichtes zur Neuen Mittelschule. Ganz offensichtlich sei dieses Ziel mit der Neuen Mittelschule nicht erreicht worden. Der Bericht stelle sogar fest, dass sich die Lernsituation für leistungsschwächere Schüler verschlechtert habe. "Das kann man nicht einfach so stehen lassen", so Juraczka in Richtung Bildungsministerin Heinisch-Hosek. Immerhin habe man 300 Millionen Euro an Input in die Neue Mittelschule investiert. "Es kann also nicht sein, dass der Output gleich null ist und man für 'Bildungsgerechtigkeit' eine Nivellierung nach unten in Kauf nimmt", so Juraczka.

Deshalb gelte es auch das Projekt Neue Mittelschule schleunigst weiter zu entwickeln - und zwar in Richtung Wiener Mittelschule (WMS). Deren Konzeption wurde 2008 von der ÖVP Wien mitgestaltet und sei eine NMS "mit innerer Differenzierung und mehr PS", so Juraczka. "Dort findet kein Einheitsbrei statt, sondern es gibt in den Hauptfächern ein Kurssystem, in dem die Schwächeren gefördert und die Stärkeren gefordert werden." Darüber hinaus gebe es ein verstärktes Supportsystem an Sozialarbeiter/innen und Psychagog/innen, die vor allem im urbanen Raum eine wesentliche Erfolgskomponente im Bildungssystem darstellen würden. Auch brauche es größtmögliche Schulautonomie bei den Ressourcen an den Standorten selbst sowie endlich eine Entpolitisierung bei der Direktorenbestellung.

Juraczka weist auch darauf hin, dass sich Rot-Grün in Wien in ihrem Koalitionspakt zum Ziel gesetzt hat, dass "alle AHS-Unterstufen und Hauptschulstandorte in Wien als Neue Mittelschule geführt werden sollen". Dies sei angesichts des Evaluierungsberichtes als "gefährliche Drohung" zu sehen. Allerdings mache die Stadtregierung faktisch genau das. Bereits seit 13 Jahren ist in Wien keine öffentliche AHS-Unterstufe mehr eröffnet worden. Wann immer eine AHS in Wien errichtet wird, gibt es nur eine AHS-Oberstufe. Die Unterstufe wird als Neue Mittelschule geführt. Damit wird über die Hintertür das Gymnasium in der Langform abgeschafft und die Gesamtschule eingeführt. "Solange es aber keinen erfolgreicheren Schultyp als das Gymnasium gibt, darf dieses nicht marginalisiert werden", so Juraczka.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass - laut Evaluierungsbericht - in der Sekundarstufe die wesentlichen Weichenstellungen für die Bildungskarriere bereits längst getroffen sind. Somit wäre es sinnvoller gewesen, das Geld in den Volksschulen zu investieren und den wesentlichen Fokus auf die Elementarpädagogik zu legen, um hier die Kinder besser und effektiver vorzubereiten und zu fördern, so Juraczka. Stattdessen werden jedoch in den Wiener Volksschulen Stützlehrer vom Vormittag abgezogen, um mit der Gratisnachhilfe einen weiteren roten bildungspolitischen "Schmäh" am Nachmittag zu organisieren.

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