- 04.03.2015, 13:00:48
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Kärnten: Karawankentunnel wird bis 2022 voll ausgebaut
BM Stöger und LH Kaiser: Asfinag investiert bis 2020 in Kärnten 550 Mio. Euro - Asfinag-Vorstand Schedl: Asfinag-Straßennetz in Kärnten wird sicherer und ständig saniert
Utl.: BM Stöger und LH Kaiser: Asfinag investiert bis 2020 in
Kärnten 550 Mio. Euro - Asfinag-Vorstand Schedl:
Asfinag-Straßennetz in Kärnten wird sicherer und ständig
saniert =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Medienraum des Amtes der Kärntner
Landesregierung präsentierte heute, Mittwoch, Landeshauptmann Peter
Kaiser gemeinsam mit Verkehrsminister Alois Stöger und
Asfinag-Vorstand Alois Schedl das aktuelle Asfinag
Investitionsprogramm für Kärnten für die Jahre 2015 bis 2020. Die
erfreuliche Nachricht lautet: Für Investitionen in das Kärntner
Autobahn- und Straßennetz bzw. das Tunnelnetz sind im aktuellen
Sechs-Jahres-Programm für Kärnten rund 550 Millionen Euro reserviert.
Allein im heurigen Jahr sind es fast 70 Millionen Euro. Das
Investitionsvolumen der Asfinag für Kärnten in den Jahren 2010 bis
2020 beträgt insgesamt 780 Millionen Euro.
"Ich bin froh, dass wir nach vielen Verhandlungen in den nächsten
sechs Jahren viel Geld in die Lebensadern Straße investieren und
somit zu einer Konjunkturbelebung beitragen", betonte der
Landeshauptmann. Die Investitionen bedeuten einerseits mehr
Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, andererseits würden
sie sich auch volkswirtschaftlich positiv auswirken. "Eine Milliarde
Euro sichert bzw. schafft laut Experten 10.000 Arbeitsplätze", so der
Landeshauptmann.
Erfreut zeigte sich Kaiser auch darüber, dass der Vollausausbau
des Karawankentunnel nun fix sei. Der mit Slowenien vereinbarte
Neubau der zweiten Tunnelröhre startet ehestmöglich, soll 2020 fertig
gestellt und 2022 in Betrieb genommen werden.
"In Summe investiert die Asfinag in den Neubau etwa 185 Millionen
Euro. Der Anteil Sloweniens am Neubau beträgt etwa 140 Millionen
Euro", gab Kaiser bekannt.
In Bezug auf den Ausbau der S 37 St. Veiter Schnellstraße betonte
Kaiser, dass es hier um den wichtigen Schutz von Menschenleben gehe.
Zudem gab er bekannt, dass bei sämtlichen Straßenprojekten die
Anliegen von Bürgerinitiativen ernst genommen und möglichst
berücksichtigt werden sollen. Anliegen von Bürgerinitiativen im
Bereich von Verkehrsmaßnahmen werden laut Kaiser auch bei einem
Termin im Verkehrsministerium und der Asfinag in Wien diskutiert.
"Investitionen in diverse Netzwerke, wie Straße, Schiene und
Infrastruktur, sind wichtig und notwendig, damit sich die Wirtschaft
entwickeln kann und damit Kärnten ein attraktiver Wirtschaftsstandort
bleibt. Europa muss wieder investieren und nicht nur über die
Schuldenfalle diskutieren", stellte Stöger klar. Der zweiröhrige
Ausbau des Karawankentunnels bis Ende 2022 sei in Bezug auf die
Verkehrssicherheit die beste Lösung und auch die wirtschaftlichste.
Gemeinsam mit Slowenien werde Österreich sich auch um
EU-Kofinanzierungsmittel für den Ausbau bzw. Sanierungsmaßnahmen im
Bereich des Straßennetzes bemühen. Der Verkehrsminister betonte
weiters, dass es ihm wichtig sei deutlich zu machen, dass Kärnten als
attraktiver Standort gestärkt werden soll: "Die Investitionen in
Kärnten sind auch ein Signal. Im Einvernehmen mit der Landesregierung
investieren wir viel Geld in wichtige verkehrs- und
infrastrukturpolitische Maßnahmen", so Stöger.
Der Karawankentunnel ist das größte Projekt der Asfinag in
Kärnten, aber natürlich nicht das einzige. "Die Verkehrsteilnehmer
sollen sicher ankommen. Wir wollen in Kärnten ein verkehrssicher
ausgebautes Autobahn- und Tunnelnetz zur Verfügung stellen. Daher
werden 2015 zwei sehr wichtige Projekte ebenfalls in Angriff
genommen", unterstrich Asfinag-Vorstand Alois Schedl. Darunter fällt
der Sicherheitsausbau der S 37 zwischen St. Veit Nord und Süd, der im
Oktober 2015 beginnt und bis Juni 2017 abgeschlossen sein soll. Die
Schnellstraße wird dabei um etwa fünf Meter verbreitert und vor allem
wird eine Mitteltrennwand errichtet (Projektgesamtkosten: 36
Millionen Euro). Das Tempolimit bleibt mit 100 Km/h auch nach dem
Sicherheitsausbau bestehen.
Einer Generalsanierung wird zudem der 4,3 Kilometer lange
Oswaldibergtunnel auf der A 10 ab September 2015 unterzogen. "Bei
diesem Tunnel tauschen wir die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen
aus und bringen die Anlage auf den technisch letzten Stand. Gebaut
wird im Herbst und Frühjahr, im Sommer gibt es keine Arbeiten, es
wird jedoch zu Verkehrsbehinderungen kommen", teilte Schedl mit. Die
Arbeiten sollen bis Juni 2017 beendet sein. Die Kosten liegen bei
44,5 Millionen Euro.
Weitere Asfinag-Projekte, alle werden europaweit ausgeschrieben,
sind: Die Instandsetzung der Tunnelkette der Nordumfahrung
Klagenfurt. Ihre Fertigstellung erfolgt bereits im Sommer 2015. In
sie werden 54 Millionen Euro für die Ausstattung mit der weltweit
modernsten Technik investiert. Ab Mitte März 2015 wird auf der
Süd-Autobahn der Abschnitt Wolfsberg Süd - St. Andrä erneuert. Hier
liegen die Projektkosten bei 13 Millionen Euro. Saniert ab Mai 2015
bis 2016 wird auf der A 10 Tauern-Autobahn der 680 Meter lange
Kroislerwandtunnel (Gesamtkosten: 6,3 Millionen Euro). Auf der A 11
Karawanken Autobahn wird ab September 2015 die 700 Meter lange
Unterflurtrasse St. Niklas saniert. Die voraussichtliche Freigabe
soll im Mai 2016 erfolgen (Gesamtkosten: 4,3 Millionen Euro).
(Schluss)
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