Kärnten: Karawankentunnel wird bis 2022 voll ausgebaut

BM Stöger und LH Kaiser: Asfinag investiert bis 2020 in Kärnten 550 Mio. Euro - Asfinag-Vorstand Schedl: Asfinag-Straßennetz in Kärnten wird sicherer und ständig saniert

Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Medienraum des Amtes der Kärntner Landesregierung präsentierte heute, Mittwoch, Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Verkehrsminister Alois Stöger und Asfinag-Vorstand Alois Schedl das aktuelle Asfinag Investitionsprogramm für Kärnten für die Jahre 2015 bis 2020. Die erfreuliche Nachricht lautet: Für Investitionen in das Kärntner Autobahn- und Straßennetz bzw. das Tunnelnetz sind im aktuellen Sechs-Jahres-Programm für Kärnten rund 550 Millionen Euro reserviert. Allein im heurigen Jahr sind es fast 70 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen der Asfinag für Kärnten in den Jahren 2010 bis 2020 beträgt insgesamt 780 Millionen Euro.

"Ich bin froh, dass wir nach vielen Verhandlungen in den nächsten sechs Jahren viel Geld in die Lebensadern Straße investieren und somit zu einer Konjunkturbelebung beitragen", betonte der Landeshauptmann. Die Investitionen bedeuten einerseits mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, andererseits würden sie sich auch volkswirtschaftlich positiv auswirken. "Eine Milliarde Euro sichert bzw. schafft laut Experten 10.000 Arbeitsplätze", so der Landeshauptmann.

Erfreut zeigte sich Kaiser auch darüber, dass der Vollausausbau des Karawankentunnel nun fix sei. Der mit Slowenien vereinbarte Neubau der zweiten Tunnelröhre startet ehestmöglich, soll 2020 fertig gestellt und 2022 in Betrieb genommen werden.
"In Summe investiert die Asfinag in den Neubau etwa 185 Millionen Euro. Der Anteil Sloweniens am Neubau beträgt etwa 140 Millionen Euro", gab Kaiser bekannt.

In Bezug auf den Ausbau der S 37 St. Veiter Schnellstraße betonte Kaiser, dass es hier um den wichtigen Schutz von Menschenleben gehe. Zudem gab er bekannt, dass bei sämtlichen Straßenprojekten die Anliegen von Bürgerinitiativen ernst genommen und möglichst berücksichtigt werden sollen. Anliegen von Bürgerinitiativen im Bereich von Verkehrsmaßnahmen werden laut Kaiser auch bei einem Termin im Verkehrsministerium und der Asfinag in Wien diskutiert.

"Investitionen in diverse Netzwerke, wie Straße, Schiene und Infrastruktur, sind wichtig und notwendig, damit sich die Wirtschaft entwickeln kann und damit Kärnten ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt. Europa muss wieder investieren und nicht nur über die Schuldenfalle diskutieren", stellte Stöger klar. Der zweiröhrige Ausbau des Karawankentunnels bis Ende 2022 sei in Bezug auf die Verkehrssicherheit die beste Lösung und auch die wirtschaftlichste. Gemeinsam mit Slowenien werde Österreich sich auch um EU-Kofinanzierungsmittel für den Ausbau bzw. Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Straßennetzes bemühen. Der Verkehrsminister betonte weiters, dass es ihm wichtig sei deutlich zu machen, dass Kärnten als attraktiver Standort gestärkt werden soll: "Die Investitionen in Kärnten sind auch ein Signal. Im Einvernehmen mit der Landesregierung investieren wir viel Geld in wichtige verkehrs- und infrastrukturpolitische Maßnahmen", so Stöger.

Der Karawankentunnel ist das größte Projekt der Asfinag in Kärnten, aber natürlich nicht das einzige. "Die Verkehrsteilnehmer sollen sicher ankommen. Wir wollen in Kärnten ein verkehrssicher ausgebautes Autobahn- und Tunnelnetz zur Verfügung stellen. Daher werden 2015 zwei sehr wichtige Projekte ebenfalls in Angriff genommen", unterstrich Asfinag-Vorstand Alois Schedl. Darunter fällt der Sicherheitsausbau der S 37 zwischen St. Veit Nord und Süd, der im Oktober 2015 beginnt und bis Juni 2017 abgeschlossen sein soll. Die Schnellstraße wird dabei um etwa fünf Meter verbreitert und vor allem wird eine Mitteltrennwand errichtet (Projektgesamtkosten: 36 Millionen Euro). Das Tempolimit bleibt mit 100 Km/h auch nach dem Sicherheitsausbau bestehen.

Einer Generalsanierung wird zudem der 4,3 Kilometer lange Oswaldibergtunnel auf der A 10 ab September 2015 unterzogen. "Bei diesem Tunnel tauschen wir die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen aus und bringen die Anlage auf den technisch letzten Stand. Gebaut wird im Herbst und Frühjahr, im Sommer gibt es keine Arbeiten, es wird jedoch zu Verkehrsbehinderungen kommen", teilte Schedl mit. Die Arbeiten sollen bis Juni 2017 beendet sein. Die Kosten liegen bei 44,5 Millionen Euro.

Weitere Asfinag-Projekte, alle werden europaweit ausgeschrieben, sind: Die Instandsetzung der Tunnelkette der Nordumfahrung Klagenfurt. Ihre Fertigstellung erfolgt bereits im Sommer 2015. In sie werden 54 Millionen Euro für die Ausstattung mit der weltweit modernsten Technik investiert. Ab Mitte März 2015 wird auf der Süd-Autobahn der Abschnitt Wolfsberg Süd - St. Andrä erneuert. Hier liegen die Projektkosten bei 13 Millionen Euro. Saniert ab Mai 2015 bis 2016 wird auf der A 10 Tauern-Autobahn der 680 Meter lange Kroislerwandtunnel (Gesamtkosten: 6,3 Millionen Euro). Auf der A 11 Karawanken Autobahn wird ab September 2015 die 700 Meter lange Unterflurtrasse St. Niklas saniert. Die voraussichtliche Freigabe soll im Mai 2016 erfolgen (Gesamtkosten: 4,3 Millionen Euro). (Schluss)

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