HCB/Görtschitztal: Land Kärnten muss Finanzen sicherstellen!

Finanzbedarf für das Görtschitztal auf VP-Antrag im Landwirtschafts-Ausschuss. Neustart nur möglich, wenn Finanzierung steht. Landesregierung hat Mittel zu fixieren.

Klagenfurt (OTS) - "Die Kosten für alle gegenwärtigen Maßnahmen, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Produkte des Tales, ins Tal selbst, wieder herzustellen, steigen täglich. Wir können nicht einen Neustart planen, ohne die Finanzen dafür sichergestellt zu haben", erklärt VP-LAbg. Franz Wieser heute. Morgen findet der Landwirtschaftsausschuss im Kärntner Landtag statt. Dort wird der Antrag der Kärntner Volkspartei, dass die gesamte Regierung entsprechende finanzielle Sondermittel bereit zu stellen hat, behandelt. "Mein Appell richtet sich an alle Parteien - wenn sie es ernst meinen, dann müssen wir diesen Schulterschluss schaffen", so Wieser.

Derzeit ist der Landesfonds mit 2,8 Mio. Euro dotiert, 1,1 Mio. Euro alleine stammen aus dem Landwirtschaftsreferat. Es ist aber auf Grund der laufenden Maßnahmen eindeutig, dass diese Mittel nicht ausreichen. Laufende Proben, weitere Entsorgungen von Futter und Milch, Ersatz für das Milchgeld, aber vor allem der problematische Absatz der Rinder bereiten große Sorgen und schaffen Existenzprobleme für die Landwirte.

Der Lebensmittelhandel hat auf Grund der HCB-Vorkommen seine Anforderungen an die Produzenten verschärft. Damit entsprechen jedoch 2/3 der Rinder im Görtschitztal nicht diesen neuen Vorgaben des Lebensmittelhandels. "Es ist verständlich und auch richtig, dass der Handel den Konsumenten Sicherheit geben will und das Vertrauen in die Lebensmittel soll damit wieder steigen. Aber für die landwirtschaftlichen Produzenten entstehen Existenzsorgen, weil sie ihre Tiere nicht verkaufen können", so Wieser. Es entstünden Entsorgungskosten sowie die Kosten für die Entschädigungen. Solange diese Probleme alle nicht beseitigt sind, so lange könne auch von Neustart keine Rede sein. Und ein Grundproblem ist eben die Finanzierung aller Maßnahmen und Abgeltungen, denn die Produzenten sind unschuldig zum Handkuss gekommen. Es gebe auch keine Alternative, die Landesregierung müsse die entsprechenden Mittel bereitstellen. "Die Beratungen können diese Woche im Zuge der Koalitionsklausur stattfinden", weist Wieser hin. Denn die Kosten müssten aus allen Referaten getragen werden. "Das ist nicht nur ein Problem der Landwirtschaft alleine, sondern wirkt sich auf ein ganzes Tal und sogar auf ganz Kärnten aus", so Wieser abschließend. (Schluss)

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