Christian Ragger: Bezirk Feldkirchen medizinisch dramatisch unterversorgt

Intra- und extramurale Mängel - es fehlt jedes Konzept für Entlastung

Klagenfurt (OTS) - "Der Stillstand in der Kärntner Gesundheitspolitik wird jetzt in Feldkirchen dramatisch erkennbar. Das Krankenhaus Waiern muss aufgrund seiner begrenzten ärztlichen Ressourcen seine Ambulanz einschränken. Damit wird das schon lange bestehende Strukturproblem des Bezirkes verschärft, weil hier auch ein extremer Mangel an niedergelassenen Ärzten herrscht", erklärt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. "Wohin sollen die Patienten? In der Niederlassung gibt es zu wenig Angebot und jetzt wird die einzige interne Spitalsambulanz, welche bisher die Engpässe aufgefangen hat, reduziert", fragt er.
Der Bezirk Feldkirchen habe nur 25 Ärzte mit Kassenvertrag und liege damit 10 Prozent unter dem bundesweiten Schnitt. Es gibt nur einen Urologen und nur zwei nur 2 Kassengynäkologen. Ganz schlimm sehe es für die Familien aus - nur ein Facharzt für Kinderheilkunde- das sei eine Katastrophe.

Ein echter Notstand droht bei den Hausärzten. Auf jeden der 12 Kassenärzte entfallen im Schnitt 2.507 Bewohner, womit der Bezirk Feldkirchen zu den am schlechtesten versorgten Regionen Österreichs zählt. 1 Allgemeinmediziner je 2.000 Einwohner wäre der Richtwert. 5 Hausärzte werden in den nächsten Jahren in Pension gehen. "Niemand weiß angesichts des Ärztemangels in den Spitälern, wie man Nachfolger für sie finden wird", teilt Ragger mit.

Doch Gesundheitsreferentin Prettner ignoriere diese Unterversorgung und versuche sie sogar zu verharmlosen. In der Zielsteuerungskommission hätte man längst über Maßnahmen gegen die extramurale medizinische Unterversorgung, die u.a. auch die Bezirke Spittal und Wolfsberg betreffe, sprechen müssen. "Doch nichts dergleichen passiert. Wir warten seit zwei Jahren auf den Strukturplan, in dem diese Mängel endlich benannt werden", kritisiert Ragger abschließend.

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