Salzburgs Smart Grids Projekte beweisen: Energiewende wird leistbar

- Praxistest bestanden - US-Experte: Energiewelt blickt nach Salzburg - Entwicklung neuer Geschäfts- und Tarifmodelle für Kunden als nächster Schritt

Salzburg (OTS) - Nach Abschluss der ersten Projektphase der Smart Grids Modellregion Salzburg wird deutlich: Der smarte Ansatz funktioniert. DI Michael Strebl, Geschäftsführer der Salzburg Netz GmbH, erklärt: "Wir haben die erste Phase der Smart Grids Modellregion Salzburg mit den zwei Leuchtturmprojekten "Smart Grids Modellgemeinde Köstendorf" und "Wohnanlage Rosa Zukunft" erfolgreich abgeschlossen. Die Salzburger Projekte haben gezeigt, dass die Einbindung erneuerbarer Energie ins Stromnetz durch Smart Grids Technologien um bis zu 50 % günstiger ist als der konventionelle Netzausbau. Somit tragen Smart Grids wesentlich zur Leistbarkeit der Energiewende bei."

"Reden wir über die Zukunft. Reden wir über Smart Grids 2.0" lautete das Motto des Smart Grids Dialogs, der am 3.3.2015, in Salzburg stattfand. Politik, Meinungsführer und Interessierte wurden von den Partnern Salzburg AG, mit ihrer 100 % Tochter Salzburg Netz GmbH, Salzburg Wohnbau und Siemens in die bisherigen Resultate, in die Weiterentwicklung sowie in die globale Perspektive des Themas eingeweiht. Chris King, der international renommierte Smart Grids Experte von Siemens USA, bestätigte den eingeschlagenen Weg der Smart Grids Modellregion Salzburg. Die wissenschaftlichen Partner Austrian Institute of Technology (AIT) und das Josef-Ressel-Zentrum unterstützen mit ihrer Forschungsarbeit die einzelnen Smart Grids Projekte.

Erkenntnisse belegen: Smart Grids sind die Zukunft

Die zwei Leuchtturmprojekte Köstendorf und Wohnanlage Rosa Zukunft zeigen, dass die Energiezukunft den Praxistest besteht. Dr. Roland Wernik, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau berichtet: "Gerade im Wohnbau sind auch entsprechende Feedbackmethoden für die Bewohner von großem Vorteil, um das Thema Energie besser zu verstehen. Durch gezieltes Nutzerverhalten kann Einfluss auf den eigenen Energieverbrauch genommen werden. Hier konnten wir Erkenntnisse sammeln, welche Methoden zielführend sind und welche nicht. Auch Siemens setzt regional, national und international auf das Thema Smart Grids. Chris King, Global Chief Regulatory Officer von Siemens USA dokumentierte den Einfluss regionaler Smart Grids Vorreiter auf internationaler Ebene. "Salzburg ist nicht nur auf Grund von Sound of Music in Amerika ein Begriff, auch die Smart Grids Modellregion Salzburg ist nun bekannt, wird in den USA als Vorzeigeprojekt gehandelt und von vielen Seiten gelobt. Für die Weiterentwicklung hin zur Smart Infrastructure Salzburg spielt der internationale Austausch mit Entscheidungsträgern, Akteuren und Institutionen eine große Rolle."

DI Robert Tesch, Leiter des Bereichs Smart Grids, Siemens CEE, ergänzt: "Es sind einfach groß angelegte Beispiele notwendig, um diese Entwicklung voranzutreiben und auch um das Vertrauen in neue smarten Technologien zu generieren. Am besten gelingt das in gemeinsamen Kundenprojekten, wo wir zeigen, dass mit unseren neuen Produkten und Lösungen eine wirtschaftliche, zuverlässige und intelligente Übertragung und Verteilung elektrischer Energie möglich ist."

Forschungspartner spielen zentrale Rolle

Damit die intelligenten Netze rasch das Energiesystem leistungsfähiger, effizienter und sicherer machen, braucht es viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit. DI Dr. Brigitte Bach, Leiterin Energy Departement am AIT, erklärt: "Wir haben mit unseren Simulationsmodellen wesentlich dazu beigetragen, Smart Grid Technologien in Planung und Betrieb neuer Energiesysteme zu integrieren. Am Showcase Köstendorf konnten wir das eindrucksvoll zeigen. Auch Dr. Dominik Engel, vom Josef-Ressel-Zentrum, erklärt:
"Wir sind eine Forschungseinrichtung, die sich mit den Herausforderungen der Informations- und Kommunikationstechnologie im Smart Grids Umfeld beschäftigt. Zusammen mit unseren Unternehmenspartnern setzen wir hier vor allem auf die Absicherung von Kundendaten und erforschen technische Möglichkeiten, um Funktionalität und Datenschutz im Smart Grid in Einklang zu bringen."

Neugestaltung der Tarifmodelle notwendig - wir machen weiter!

"Wir machen weiter", ist eine zwischen den Projektpartnern einstimmig beschlossene Sache. Michael Strebl erklärt: "Es ist nicht "more of the same" - wir setzen auf Weiterentwicklung! Wir wollen wieder einen Leuchtturm errichten und die bestehenden weiterbauen." Es müssen aber auch einige Voraussetzungen geschaffen werden, wie z. B. die Änderung des regulatorischen Rahmens. Dazu gibt es schon sehr konstruktive Gespräche mit der Regulierungsbehörde e-Control. "Aber auch die Neugestaltung des Tarifmodells für die Kunden ist Voraussetzung. Denn die Kunden können in Zukunft wesentlich dazu beitragen, die bestehenden Netzkapazitäten bestmöglich auszunutzen, um einen unnötigen Netzausbau zu vermeiden. Hierfür sind klare finanzielle Anreize notwendig, damit die Kunden auch erkennbare Vorteile aus ihrem optimierten Verhalten haben. Deshalb sprechen wir uns für eine flexible Gestaltung der Stromtarife aus - vom Netzanschluss bis zum Stromverbrauch."

Rückfragen & Kontakt:

Salzburg AG:
Karin Motzko, Sigi Kämmerer
Tel. +43662/8884-2802, pr@salzburg-ag.at
www.salzburg-ag.at/presse, www.facebook.com/salzburgag
www.youtube.com/salzburgag

AIT:
Michaela Jungbauer,
+43 50550-6688,
michaela.jungbauer@ait.ac.at
www.ait.ac.at

Siemens AG:
Veronika Gasser,
+43 51707-24629,
veronika.gasser@siemens.com
www.siemens.com

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