Strolz an die Bildungsreform-Kommission: Führen Sie die Schulen nicht weiter in die machtpolitische Abhängigkeit!

NEOS fordern Einführung von Bildungsregionen und umfassender Schulautonomie

Wien (OTS) - "Eine Verländerung der Lehrer-Zuständigkeit würde nicht unsere Zustimmung finden", hält NEOS-Chef Matthias Strolz fest. "Wir dürfen die Schulen nicht noch stärker unter machtpolitisches Kuratel stellen. Ich fordere, dass sich die Parteipolitik aus der Schulverwaltung zurückzieht." Es könne nicht sein, dass der Bund zahlt, während die Landeshauptleute anschaffen, so Strolz. "Diese Art des Spendierföderalismus tut uns im Gesundheitssystem nicht gut und es schadet uns im Verwaltungsbereich. Und wenn dieser Spendierföderalismus nun nach einer weiteren machtpolitischen Spielwiese greift, dann sagen wir klar Nein."

Strolz fordert ein modernes Qualitätsmanagement für die Schulen. Erst letzte Woche haben die NEOS einen entsprechenden Entschließungsantrag im Plenum eingebracht. Die Schulverwaltung soll in Bildungsregionen übergeführt werden. In diesen soll ein Bildungsservice an die Stelle der Schulbehörden und Schulinspektor_innen treten. Dieses Bildungsservice soll Schulen und Kindergärten bei der Qualitätsentwicklung und -sicherung unterstützen. Das Bildungsservice wäre demnach eine Einrichtung des Bundes, die regional organisiert ist. Die Bildungsregionen werden so definiert, dass in jeder Region das gesamte Spektrum an Schulen und elementarpädagogischen Einrichtungen abgedeckt ist. Denkbar sind etwa Bildungsregionen in der Größe mehrerer Bezirke.

Strolz begrüßt Heinisch-Hoseks Aussage im Mittagsjournal, den Schulen mehr pädagogische, finanzielle und personelle Freiheiten geben zu wollen: "Wir wollen ein Schulsystem, das sich nach den Potenzialen, Bedürfnissen und Talenten der Schülerinnen und Schüler ausrichtet. Die Vorgabe eines Handlungsrahmens, in dem sich die Vorstellungen und Pläne von Schulleitungen und Schulen individuell entfalten können, muss Priorität haben. Die Politik gibt die Qualitätsziele vor, welche die Schulen erreichen müssen. Wir gewähren den Schulen dabei aber volle pädagogische, finanzielle und personelle Autonomie. So wächst die Bildungswende von unten, von den Schulen ausgehend."

Strolz appelliert an die Bildungsreformkommission, konkrete Schritte in Richtung umfassende Schulautonomie rasch anzugehen: "Bis Jahresende soll eine 'Nationale Umsetzungsstrategie zur Schulautonomie' erarbeitet werden. Alle teilen den Wunsch nach mehr Schulautonomie. Das ist ein klarer Auftrag, konkret zu werden."

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