Schönborn: Familie ist "Erfolgsgeschichte und Schlüsselthema"

Vollversammlung der Bischofskonferenz im Zeichen der Vorbereitung der Familiensynode

Uhldingen, 3.3.2015 (KAP) Es gibt "keine größere Erfolgsgeschichte für die Menschheit" als Familie und sie ist für Kirche und Welt heute "das Schlüsselthema schlechthin". Das betonte Kardinal Schönborn bei einer Begegnung der Bischofskonferenz mit politischen und kirchlichen Verantwortungsträgern von Baden-Württemberg am Montag im deutschen Salem. Ein Besuch beim dortigen ehemaligen Zisterzienserkloster und Münster sowie auf Schloss Meersburg standen am Beginn der Vollversammlung des österreichischen Episkopats, die mit einem Studientag zum Thema Familie ganz im Zeichen der im Herbst bevorstehenden weltweiten Familiensynode steht.

In Zeiten, wo der Sozialstaat nicht mehr vieles wie gewohnt abdecken könne, würde sich Familie wieder als das "Überlebensnetzwerk der Zukunft" erweisen, zeigte sich der Vorsitzende der Bischofskonferenz überzeugt. Er wolle diesen positiven Grundimpuls in die Bischofssynode einbringen, ohne aber die Verletzlichkeit von Familie zu übersehen. "Es wird Kontroversen geben", sagte der Kardinal am Rande des Besuches in Salem gegenüber Medien mit Blick auf die Familiensynode. Dennoch erwarte er sich "vor allem eine große Ermutigung".

Staatssekretär Peter Hofelich (SPD) unterstrich beim Empfang der Landesregierung von Baden-Württemberg die bleibende Bedeutung gelebter christlicher Werte. Ausdruck dieser Überzeugung sei die geltende Landesverfassung, die "im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen" gegeben wurde. Explizit zitierte der für Finanzen und Wirtschaft zuständige Staatssekretär den ersten Artikel der Landesverfassung, wo es heißt: "Der Mensch ist berufen, in der ihn umgebenden Gemeinschaft seine Gaben in Freiheit und in der Erfüllung des christlichen Sittengesetzes zu seinem und der anderen Wohl zu entfalten."

Die Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz dauert noch bis Donnerstag. Die Beratungen finden im Schloss Maurach im deutschen Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee statt, das zur Vorarlberger Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau gehört. Erstmals mit dabei ist der Diözesanadministrator von Graz-Seckau, Heinrich Schnuderl. Der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer sowie Militärbischof Christian Werner mussten ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen.

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