Huainigg: Enquete-Kommission setzt mit einheitlichem Votum österr. Weg und Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung fort

ÖVP-Fraktionsführer anlässlich der heutigen Vorstellung des Berichts mit seinen Empfehlungen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Der seit 2001 eingeschlagene österreichische Weg und die Umsetzung einer flächendeckenden und leistbaren Hospiz- und Palliativversorgung wird nun mit diesem gemeinsamen Beschluss erfolgreich weiter gegangen", resümierte heute, Dienstag, der ÖVP-Fraktionsvorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg anlässlich der letzten internen Sitzung, in der der Bericht mit seinen Empfehlungen einstimmig verabschiedet wurde.

Der ÖVP-Behindertensprecher lädt alle Interessierten und Experten dazu ein, den Bericht mit den Empfehlungen, der auch die Protokolle aus der Enquete-Kommission enthält, aufzurufen (demnächst auf http://www.parlament.gv.at). Experten des Alltags wie Ärzte, Pfleger etc. berichten darin aus ihren Erfahrungen bei der Begleitung von tausenden Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. "Die Enquete-Kommission hat genau diese Bedürfnisse analysiert: Wie kann ich am Lebensende in der letzten Phase am besten helfen?", dankte Huainigg auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Rahmen der Enquete-Kommission zu diesem essentiellen Thema geäußert und sich in die Debatte eingebracht haben. "Es ist dies ein Vorzeigebeispiel gelebter Demokratie und die Fortsetzung unseres auch erfolgreichen europäischen Vorbildweges".

Die Versorgung für alle Österreicherinnen und Österreicher in Zukunft sicherzustellen und im Rahmen eines Hospiz- und Palliativ Care Stufenplanes bis 2020 umzusetzen ist ein Meilenstein.
Huainigg betonte zudem die Wichtigkeit der grundlegenden Beschlüsse des Europarates, die die Staaten an ihre Pflicht erinnern, die tatsächliche Versorgung mit Hospiz- und Palliativmedizin herzustellen und jeder Tendenz zur Tötung durch die Hand eines Menschen eine klare Absage erteilen.

"Denn eines ist für uns klar: Der Maßstab für uns ist der Schutz der Schwächsten in der Gesellschaft, von Kindern sowie alten, kranken und behinderten Menschen. Das sehen wir als unseren sozialen Auftrag. Ich bin froh, dass mit dem heutigen Einvernehmen die bewährte österreichische Rechtslage nachhaltig abgesichert bleibt." Mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werde auch die Autonomie der Patienten verwirklicht.

Huainigg unterstrich auch die Empfehlungen zu einem konkreten Arbeitsprozess und Fahrplan bei der Umsetzung und zur unmittelbaren Finanzierung der ersten Etappe bis Anfang 2016. Hospiz- und Palliativversorgung sei nicht nur eine der menschlichsten Formen der Medizin, sondern auch eine kostengünstige mit Einsparungen durch Systemverlagerungen und Reduzierung von Folgekosten, so der Abgeordnete.
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