„profil“: Titos geheimer Staatsterror gegen Österreich

Ergebnisse der Kärntner Historiker-Kommission zu Bombenanschläge in Kärnten 1970 bis 1979 und Ortstafelkonflikt – auch radikale Kärntner Slowenen belastet

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgaben berichtet, wollte in den 1970er-Jahren ein moskautreuer Flügel des jugoslawischen Geheimdienstes zusammen mit radikalen Kärntner Slowenen den Ortstafelkonflikt anheizen und ein Bürgerkriegsszenario herbeibomben, um Jugoslawien einen Vorwand zum Einschreiten zu liefern. Zu diesen Erkenntnissen kommt die Kärntner Historikerkommission, die im Auftrag des Landtags seit 2010 den Hintergrund mehrerer ungeklärter Sprengstoffanschläge untersuchte. Der Bericht soll im April veröffentlicht werden.

Laut dieser Studie verlangten junge, linksradikale Kärntner Slowenen vom jugoslawischen Geheimdienst UDBA, man möge ihnen Waffen und Sprengstoff besorgen sowie Kontakte zu westlichen Terrororganisationen herstellen. Die UDBA der Teilrepublik Slowenien schuf dafür ein eigenes, für Kärnten zuständiges Unterzentrum in Maribor (Marburg) samt angeschlossenem Netzwerk "Sora", das die Aktionen im Untergrund ausführen sollte. Geplant waren Anschläge auf Einrichtungen der Infrastruktur wie Hochspannungsleitungen, Umspannwerke, Bahnlinien, auf Büros deutsch- und slowenischnationaler Organisationen, auf Krieger- und Partisanendenkmäler. Für diese Einsätze wurden die Aktivisten in UDBA-Ausbildungslagern in Slowenien und Kroatien trainiert. Zusätzlich sollten eigens dafür ausgebildete Provokateure die Südkärntner Bevölkerung aufwiegeln, etwa indem sie ihrerseits zweisprachige Ortstafeln ausrissen oder zur Gewalt anstachelten.

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