SWV - Matznetter: Am meisten haben die WahlkartewählerInnen verloren

Trotz niedriger Wahlbeteiligung Zuwächse in Bundesländern

Wien (OTS) - "Zunächst gratuliere ich den WahlsiegerInnen und natürlich auch den neuen Mitbewerbern", leitet Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes seinen Kommentar zu den vorläufigen Wahlergebnissen der Wirtschaftkammerwahlen ein. "Trotz niedriger Wahlbeteiligung konnten wir in einigen Bundesländern dazugewinnen. Im Westen Österreichs hat der SWV zwar verloren, jedoch erzielten Zuwächse in Niederösterreich (11,18 Prozent), in Oberösterreich (7,5 Prozent), Steiermark (9,5 Prozent), Burgenland (17,55 Prozent) und Kärnten (11,9 Prozent). Rückgänge müssen wir im Westen hinnehmen und Wien mit den neuen Mitbewerbern teilen. Bevor aber über das Wiener Ergebnis voreilige Schlüsse gezogen werden, müssen man die Zurechnungen, die am Montag erfolgen, abwarten", zeigt sich Matznetter zuversichtlich. ****

Mit argwöhnischem Auge ist die Bearbeitung der Wahlkarten zu betrachten. "Die echten Verlierer dieser Wahl sind die WahlkartenwählerInnen. In den letzten Tagen haben sich besonders in Wien Beschwerden über spät oder gar nicht eingelangte Wahlkarten gehäuft. Wie kann das sein, dass Wahlberechtigte, die schon Wochen vorher ihre Wahlkarten ordnungsgemäß beantragt haben, in der Wahlwoche noch immer keine zugestellt bekommen haben? Das hätten die Thurn-und-Taxis-Post und Pferdekutschen besser zustande gebracht", kritisiert Matznetter. Die Vorgangsweise der Wirtschaftskammer hält er für sehr fragwürdig und regt die Untersuchung des Wahlkartenversands an. "Es gibt Menschen, die wählen wollen, aber nicht können. Dieses Problem muss in den nächsten fünf Jahren gelöst werden."

Bei der niedrigen Wahlbeteiligung von 38,9 Prozent ortet Matznetter ein Armutszeugnis: "Die Wahlbeteiligung ist ein Kernfaktor. Nach jahrzehntelanger Vorherrschaft des Wirtschaftsbundes glauben die WählerInnen nicht mehr an die Reformwilligkeit der Wirtschaftskammer. Dies bekommt der Wirtschaftsbund bei dieser Wahl mit massiven Verlusten und insgesamt mit einer niedriger Wahlbeteiligung zu spüren."

Abschließend richtet sich Matznetter an die rund 25.000 UnternehmerInnen, die dem SWV das Vertrauen ausgesprochen haben. "Mein Dank gilt nicht nur ihnen, sondern auch dem gesamten Wahlkampfteam und den zahlreichen UnterstützerInnen in den einzelnen Bundesländern, die seit September letzten Jahres nahezu täglich für den SWV im Einsatz waren.", schließt der SWV-Präsident. (Schluss)

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