WK-Wahl in Kärnten: Wirtschaftsbund baut absolute Mehrheit aus

Grüne Wirtschaft legt deutlich zu, SWV hat geringen Zuwachs, RFW verliert. Wahlbeteiligung gesunken wegen Personenbetreuern.

Klagenfurt (OTS) - Eine Bestätigung des Kurses von Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl ist das Ergebnis der Wirtschaftskammerwahl am Mittwoch und Donnerstag: Die heute ab sieben Uhr früh durchgeführte Auszählung der Stimmen erbrachte einen Zuwachs des Wirtschaftsbundes von 61,4 auf 64,03 Prozent. Der Zweitplatzierte Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender erreichte 15,1 Prozent der Stimmen (2010: 21 Prozent), der SWV errang 11,9 Prozent (2010: 11,7 Prozent), die Grünen konnten ihren Wähleranteil von 4,2 Prozent auf 7,2 Prozent erhöhen. Der Rest entfällt auf Namenslisten. Der Vorsitzende der Hauptwahlbehörde, Albert Kreiner, dankte allen wahlwerbenden Gruppen für den fairen Wahlkampf.

In Mandaten bedeutet das (nach vorläufiger Zurechnung ohne Minderheitsmandate) 65,2 Prozent für den Wirtschaftsbund, 12,1 Prozent für den RFW, 9,9 Prozent für den SWV und 3,8 Prozent für die Grünen. Der Rest entfällt auf Industrie und Banken.

Berührt vom Ergebnis zeigte sich WK-Präsident Mandl in einer ersten Stellungnahme vor Journalisten. Er sei nach acht Monaten im Amt voller Demut über dieses Ausmaß an Unterstützung. Das Wahlziel von 65 Prozent habe man erreicht. Mandl bezeichnete diese Zustimmung als Aufforderung, den eingeschlagenen Weg der Betonung der Bedeutung des Unternehmertums und des Kampfes gegen bürokratische Hemmnisse weiterzugehen. Mandl dankte seinen Mitstreitern, aber ausdrücklich auch seinen Mitbewerbern: "Sie haben bewiesen, dass es in diesem Land ernsthafte Menschen gibt, die mehr können, als Meinungsverschiedenheiten in der Öffentlichkeit auszutragen." An die Landespolitik richtete Mandl noch im Moment der Verkündung des Wahlergebnisses die Aufforderung, für die Wirtschaft im Sinne des Regierungsprogramms tätig zu werden: "Dieses beinhaltet den Vorsatz, Kärnten zum unternehmerfreundlichsten Bundesland Österreichs zu machen - darauf werde ich drängen. Jetzt muss das Blabla vorbei sein, und den schönen Ankündigungen müssen endlich Taten folgen."

RFW-Kandidat Günter Burger sprach von einem kleinen Minus, nimmt aber trotzdem den Auftrag an, gemeinsam für die Wirtschaft tätig zu werden. Vizepräsident Alfred Trey (SWV) quittierte das Wahlergebnis des Wirtschaftsbundes mit einer "tiefen Verbeugung", betonte aber, er und sein Team hätten tapfer gekämpft. Auf die Frage nach dem offenbar nicht umgesetzten Landeshauptmannbonus erwiderte Trey: "Die SPÖ ist nicht unbedingt bekannt als Wirtschaftspartei." NAbg. Matthias Köchl von der Grünen Wirtschaft freute sich über eine Verdoppelung der grünen Mandate im Wirtschaftsparlament (von zwei auf vier) und wertete das Ergebnis als "Bestätigung unserer Arbeit". Auch er dankte für den fairen Wahlkampf.

Die Wahlbeteiligung betrug 29,2 Prozent (nach 35,9 Prozent im Jahr 2010). Dies ist zum Teil auf die extrem niedrige Beteiligung in der großen Gruppe der Personenbetreuer (mit über 3000 Wahlrechten) von lediglich 4,9 Prozent zurückzuführen. Die Fachgruppen mit der höchsten Wahlbeteiligung waren die Versicherungsmakler (78 Prozent), die Gesundheitsberufe (59 Prozent) und die Tabaktrafikanten (53 Prozent).

Das vorläufige Endergebnis der Kärntner Wirtschaftskammerwahl im Detail:

Stimmen in Prozent* Veränderung
WB 6696 64,03 + 2,6
RFW 1576 15,1 - 5,9
SWV 1242 11,9 + 0,2
Grüne Wirtschaft 765 7,2 + 3,1
Wahlbeteiligung 10.706 29,2 - 6,7

*Der Rest entfällt auf Namenslisten

Mandate im Wirtschaftsparlament (vorläufiges Ergebnis)

WB 45
RFW 8
SWV 7
GW 4
Industrie 11
Banken 7
gesamt 82

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