AKNÖ-Präsident Wieser: "Mehr Netto vom Brutto für Beschäftigte"

Steuerrückholaktion 2015 startet am 27. Februar

Wien (OTS/AKNÖ) - "Jährlich bleiben in Niederösterreich 60 Millionen Euro bei der Finanz liegen, die eigentlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gehören", sagt AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Die AKNÖ hilft ihnen, sich ihr Geld zurückzuholen und unterstützt sie vom 27. Februar bis zum 12. Juni 2015 beim Steuerausgleich. Hinsichtlich der angestrebten Steuerreform ist für Wieser klar: "Den Beschäftigten muss deutlich mehr Netto vom Brutto bleiben."

"Bei den permanent steigenden Lebenshaltungskosten ist es besonders wichtig, das zu viel bezahlte Geld vom Finanzamt zurück zu holen", sagt Wieser. Bezüglich der angestrebten Steuerreform Mitte März stellt Wieser in Richtung Bundesregierung klar: "Die ArbeitnehmerInnen in unserem Land werden sich die längst fällige Lohnsteuerreform keinesfalls selbst bezahlen."

Wieser fordert im Zuge der Steuerreform auch einen automatischen Steuerausgleich. Das Finanzamt soll die entsprechenden Formulare automatisch an jene Haushalte schicken, deren Ausgleichsbeträge ihnen aufgrund der Datenlage bekannt sind. Eine weitere zentrale Forderung ist die Umwandlung von Frei- in Absetzbeträge. "Gerade BezieherInnen kleiner Einkommen sind durch Freibeträge benachteiligt", sagt Wieser. Freibeträge reduzieren die Steuerbemessungsgrundlage, nicht aber die Steuer direkt. Deshalb profitieren höhere Einkommen von Freibeträgen stärker.

Großer Andrang auf die 20.000 Beratungstermine

Die Steuersparwochen der AKNÖ gibt es seit 2003. "Im vergangenen Jahr wurden 13,4 Mio. Euro an Gutschriften für unsere Mitglieder gesichert", sagt Wieser. Auch heuer findet die Steuerrückholaktion in allen Regionen Niederösterreichs statt. In Summe werden rund 20.000 Beratungen angeboten, rund 15.000 Termine sind schon vergeben. "Da das Interesse an unserer Aktion jährlich steigt, ist es uns ein besonderes Anliegen, neben persönlichen Beratungen auch andere Kanäle wie telefonische Beratung, Homepage, Facebook, Youtube und Broschüren einzusetzen", sagt AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth.

"Wir informieren unsere Mitglieder, was sie von der Steuer abschreiben können und was sie beachten müssen", erklärt Mag. Gerald Fröhlich, der Leiter des Referats Steuer- und Wohnpolitik. Insbesondere für Eltern, AlleinverdienerInnen, PendlerInnen und Häuslbauer lohnt sich die Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung. Auch Beschäftigte, die weniger als 12.000 Euro im Jahr verdienen, sollten sich die Negativsteuer zurückholen.

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