Graugans Mimi: Wiener Tierschutzverein appelliert an die Bevölkerung

Rettung der Graugans in Salzburg mit Red Bull Dose im Schnabel wird durch Schaulustige erschwert. Der WTV ersucht die Bevölkerung, die professionellen Helfer nicht zu behindern.

Vösendorf (OTS) - Bereits seit nunmehr knapp zwei Wochen machen sich Tierschützer in Österreich große Sorgen um die Graugans Mimi in Salzburg, in deren Schnabel sich eine Red Bull Dose verfangen hat. Die Gans kann sich allem Anschein nach von dem Metallstück nicht selbst befreien. Auch der WTV bangt um das Schicksal des Tieres mit. Helfer der Berufsfeuerwehr und des Tiergarten Salzburg versuchen immer wieder das Tier einzufangen, bisher leider ohne Erfolg. Laut dem zuständigen Amtstierarzt, mit dem sich der Wiener Tierschutzverein in Verbindung gesetzt hat, wird den Tierrettern allerdings ihre Arbeit durch zahlreiche Schaulustige und Privatpersonen, die versuchen, das Tier auf eigene Faust einzufangen, erschwert. Dadurch stünden mittlerweile nicht nur besagte Gans, sondern sämtliche Graugränse, die am Leopoldskroner Weiher ihren natürlichen Lebensraum haben, unter Dauerstress. Besonders dramatisch ist zudem laut dem Arzt die gesundheitliche Situation des Tieres. Die Graugans ist bereits abgemagert und sollte die Rettung nicht bald klappen, wird das Tier mit hoher Wahrscheinlichkeit verenden.

Rettungskräfte bitte nicht behindern

"Wir ersuchen die Bevölkerung im Sinne von Mimi zu handeln, um so die Chancen einer Rettung zu erhöhen. Durch die zwar gut gemeinten Rettungsversuche von Privatpersonen ist das arme Tier aber nun noch verschreckter als es ohnehin bereits ist", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Natürlich ist die Anteilnahme der Menschen am Schicksal der Graugans und somit auch dem Tierschutz generell ehren-und lobenswert. Der Wiener Tierschutzverein ersucht allerdings alle Menschen, Rettungseinsätze von professionellen und geschulten Experten, Behörden oder Organisationen, nicht zu behindern. Im Falle der Graugans ist die Situation noch heikler. Denn das Einfangen von flugfähigen Tieren gestaltet sich extrem schwierig und sollte demnach nur von kundigen Händen erfolgen. Der Wiener Tierschutzverein appelliert an alle Tierfreunde und Tierfreundinnen, die verletze Tiere beobachten oder finden, sofort zuständige Behörden oder Tierschutzorganisationen wie den WTV zu informieren. Zum einem sind sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung immer erwünscht und willkommen, zum anderen können die geschulten Mitarbeiter dieser Behörden oder Organisationen umgehend mit Rat und Tat zur Seite stehen, weitere Schritte zur Rettung des Tieres einleiten oder die richtige Anleitung für menschliche Hilfe bei Tieren geben.

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