PRO-GE: Frauenpensionsalter ist kein Pfand für die Steuerreform

PRO-GE Frauen: Klares „Nein“ zu Marins Ideen

Wien (OTS) - Die PRO-GE Frauen sind empört über die ständigen Pensionsangriffe und Zurufe des sogenannten Pensionsexperten Bernd Marin. Dieser hatte im Kurier wieder einmal geäußert, man möge das Pensionsantrittsalter der Frauen vorzeitig anpassen.++++

"Das ungleiche Pensionsalter ist kein Privileg, sondern ein Ausgleich für bestehende Diskriminierungen und stammt vom Gleichbehandlungspaket aus dem Jahr 1992", klärt die gf. Bundesfrauenvorsitzende der PRO-GE, Klaudia Frieben, auf. "Das Frauenpensionsantrittsalter steht nicht zur Debatte für die Finanzierung einer Steuerreform und darf nicht zum Spielball konservativer Politiker werden", zeigt sich Frieben verärgert über die abermaligen Vorstöße des Pensionsexperten.

Scheinbar braucht Marin in Sachen Gleichstellung Nachhilfeunterricht. Die Angleichung des Pensionsantrittsalters ab dem Jahr 2024 wurde unter der Prämisse beschlossen, dass bis dahin Gleichstellung bei Entgelt, Weiterbildung und Aufstieg erreicht sind. "Diese Ziele sind noch lange nicht erreicht. Daher sind Zurufe zur Änderung des Antrittsalters fehl am Platz", stellt Frieben fest.

Dass das niedrigere Pensionsantrittsalter Frauen in ihren Karriere-und Verdienstmöglichkeiten benachteilige, ist ebenfalls eine Argumentation aus dem Märchenreich. Auch durch mehrmalige Wiederholungen dieser Argumente Marins werden sie nicht richtiger. Längeres Arbeiten bedeute für viele Frauen auch einen längeren Durchrechnungszeitraum und dadurch auch die Einberechnung der einkommensschwächeren Jahre bzw. die der Kindererziehung. "Die Vorschläge Marins sind argumentativ falsch, weltfremd und benachteiligen die Frauen. Eine Finanzierung der Steuerreform auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen kommt für die PRO-GE nicht in Frage. Die Experten sollten sich lieber Gedanken machen, wie eine Steuerreform über die wirklich Reichen finanziert werden kann", so Frieben abschließend.

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