Blecha: Ohne vermögensbezogene Steuern kann es keine sozial gerechte Steuerreform geben!

Bei Pensionen ist in den letzten Jahren am meisten reformiert und gespart worden - jetzt sind andere dran!

Wien (OTS/PVOE) - "Die Steuerentlastung ist überfällig! Bleibt uns mehr Geld im Börsel wird es ausgegeben, kurbelt die Wirtschaft an, sichert und schafft Arbeitsplätze", erklärte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha heute Freitag bei Wahlkundgebungen in Klagenfurt und St.Veit an der Glan. "Die Steuerreform muss mehr Gerechtigkeit in unser Steuersystem bringen", führte Blecha weiter aus. "Die Steuerbelastung für ArbeitnermerInnen und PensionistInnen ist in Österreich die höchste in Europa und die Steuerbelastung für Kapitalerträge und Unternehmensgewinne die zweit-niedrigste in der EU", so Blecha weiter. ****

"Das reichste Prozent unsere Bevölkerung, das sind 37.000 Haushalte, verfügt über ein Vermögen, das höher ist als das der unteren 90 Prozent aller österreichischen Haushalte zusammengenommen. Das ist so geworden, weil exorbitante Vermögenszuwächse der Superreichen im krassen Kontrast zu anderen Entwicklungen stehen", stellte Blecha klar.

Keine Einschränkungen bei PensionistInnen

Blecha: "Die Pensionen sind seit 2000 real um 13 Prozent gekürzt worden, die Arbeitnehmer-Einkommen sind Inflations-bereinigt gleich geblieben. Die Vermögen sind jedoch um 200 Prozent gestiegen! Solange diese Schieflage besteht, können Einschränkungen bei den Pensionistinnen und Pensionisten nicht geduldet werden!"

Sozial gerechte Steuerreform

"Der verbieterisch hohe Einstiegssteuersatz von 36,5 Prozent muss massiv gesenkt werden. Was nützt eine Pensionsanpassung von monatlich 20 oder 30 Euro, wenn dann nur 12 oder 18 Euro übrigbleiben und die Miete um 20 Euro steigt", so Blecha der auf die Hauptforderungen der Kampagne des Pensionistenverbandes "Mehr Geld im Börsel" aufmerksam machte: "Runter mit dem Einstiegssteuersatz. Her mit der Gutschrift für bezahlte Krankenversicherungsbeiträge als Negativsteuer für jene 1,1 Millionen Pensionisten, deren Pensionen so niedrig sind, dass sie keine Lohnsteuer zahlen aber genauso wie Erwerbstätige von der Steuerreform profitieren müssen!"

"Unser ungerechtes Steuersystem muss korrigiert werden, denn Österreich hat die höchsten Steuern auf Arbeit und die niedrigsten auf Vermögen", so Blecha und abschließend: "Ohne vermögensbezogene Steuern kann es keine Steuerreform und keine Budgets 2016 und 2017 geben". Und in Richtung ÖVP: "Bei den Pensionen ist in den letzten Jahren am meisten gespart und reformiert worden, jetzt sind andere dran!" (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001