Junge Industrie: Brücken zwischen Industrie und Startups bauen

JI-Vorsitzende Niss: Großes Potenzial heimischer Startups nutzen - JI-Wien Vorsitzender Griller: Kooperationen zwischen innovativen Jungunternehmern und etablierter Industrie stärken

Wien (OTS) - "Es gibt in Österreich viele engagierte, junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Wir brauchen ihre innovativen Ideen und Produkte mehr denn je - gerade angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit in Österreich. Umso wichtiger wäre es, Unternehmertum in Österreich auf allen Ebenen zu fördern, denn die Startups von heute sind vielleicht die Weltmarktführer von morgen. Dieses Potenzial sollten wir nicht ans Ausland verlieren", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, heute, Donnerstag, am Rande des ersten "Pitch im Paternoster". Die JI hatte in Kooperation mit der JI-Wien sowie WhatAVenture, unterstützt von Infineon, aws sowie dem Aktienforum, den Mitgliedern der Industriellenvereinigung (IV) die Möglichkeit gegeben, 13 innovative heimische Startups kennenzulernen. Denn um die heimische Startup-Szene zu stärken brauche es nicht nur Maßnahmen seitens der Politik, so Niss: "Sicherlich ist vor allem die Politik gefordert, Maßnahmen für eine größere Standortattraktivität zu setzen. Zudem braucht es aber auch die etablierten Unternehmen als starke Partner."

"Wir sollten Kooperationen zwischen Industrie und Startups forcieren, denn solche Partnerschaften schaffen Innovation, Wachstum und Arbeitsplätze", so auch der Vorsitzende der JI-Wien, Mag. Nikolaus Griller. Gerade für einen exportorientierten Standort wie Österreich sei es entscheidend, "möglichst viele neue Ideen in Österreich zu generieren und erfolgreich zu einem Serienprodukt zu entwickeln. Nur über Innovationen können wir im internationalen Wettbewerb bestehen, dazu sollte die klassische Industrie das Potenzial von Startups nutzen". Dazu brauche es aber auch das notwendige Mindset in Gesellschaft und Politik. "Österreich ist zu wenig risikoaffin. Wir müssen uns bewusst werden, dass wir in Zeiten starken Wandels rasch und mit Bereitschaft zu gewissem Risiko reagieren müssen - zu oft verlassen wir uns zu sehr auf die Erfolge aus der Vergangenheit. Mehr Ideenreichtum und Lust an Neuem - hier sind wir alle gefragt", so Griller.

"Die Startup-Szene hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt", betonte Dr. Stefan Perkmann Berger von WhatAVenture. "Dabei bergen vor allem Startups im Bereich B2B und/oder Hardware ein sehr hohes Potenzial. Um dieses optimal zu nützen ist die enge Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen entscheiden", so Perkmann Berger.

Die JI hat einige der Eckpunkte zur Förderung von Startups und Unternehmertum zusammengefasst. Das entsprechende Papier sowie Fotos und Informationen zum ersten "Pitch im Paternoster" finden sich hier:
www.jungeindustrie.at/b812

Die Preisträger

Gewonnen hat den ersten "Pitch im Paternoster" die XARIONS Laser Acoustics GmbH (www.xarion.com). Der Gewinner bekommt die Chance zu einem exklusiven Einblick in den spannenden Alltag der High-Tech-Branche. Die Expertinnen und Experten von Infineon begleiten einen Tag durch eines der erfolgreichsten High-Tech-Unternehmen in Österreich. Die Preise für die Plätze zwei und drei wurden vom aws zur Verfügung gestellt. Das zweitplatzierte Startup, ChatGrape (www.chatgrape.com), bekommt die Möglichkeit sich im Rahmen der aws-Kooperation mit dem Pioneers Festival 2015 vor zahlreichen nationalen und internationalen Investoren der breiten Wirtschaftsöffentlichkeit mit einem Stand zu präsentieren. Der Preis beinhaltet zwei Gratistickets zum Festival. Das Unternehmen eologix sensor technology gmbh (www.eologix.com), das den dritten Platz belegen konnte, bekommt eine kostenlose Beratung zur Investorenvermittlung & Gratislistung auf der i2 Business Angels Börse, sowie einen Gutschein für eine aws-Marktrecherche.

Einige Mitglieder der Jury zu Startups in Österreich

"Junge Technologieunternehmen beleben die Wirtschaft mit neuen Ideen, neuen Technologien, neuen Dienstleistungsmodellen und nicht zuletzt mit neuen Netzwerken. Innovationen, die sich erfolgreich am Markt durchsetzen, wirken sich positiv auf die lokale Wertschöpfung aus - daher haben Startups ein enormes Potenzial für den Standort Österreich. Die Kooperation mit Startups kann auch ein Strategieelement für Leitbetriebe sein, um weltweit an der Technologiespitze zu bleiben." DI Günther Wellenzohn, Infineon Technologies Austria AG Head of Innovation Management

"Startups sind Hidden Champions der Zukunft. Sie sind Innovationstreiber, schaffen Arbeitsplätze und tragen damit auch zur Standortsicherung bei." DI Peter F. Mitterbauer, CEO Miba AG

"Innovative Ideen und Geschäftsmodelle ziehen auch innovative Menschen an. Der Wirtschaftsstandort und etablierte Unternehmen profitieren beide gleichermaßen vom frischen Wind, den Startups mit kreativen Ansätzen und neuen Ideen einbringen." DI Wolfgang Hesoun, Generaldirektor Siemens AG Österreich

"40 Prozent der wertvollsten Unternehmen der Welt haben vor 50 Jahren noch nicht existiert. 50 Prozent der wertvollsten Unternehmen von vor 50 Jahren existieren nicht mehr. Die Startups von heute fördern, heißt die Arbeitsplätze von morgen sichern." DI Philipp Descovich, Geschäftsführer Imagination GmbH a member of Berndorf Group

"Aus meiner Sicht sind Startups ein Gradmesser für das Innovationsklima eines Landes. Für Österreich bedeuten Startups nicht nur frische Geschäftsideen und Kreativpotenzial sondern auch die Möglichkeit, sich im internationalen Umfeld in aufstrebenden Branchen zu positionieren. Daher glaube ich, dass wir uns erst am Anfang einer nachhaltigen Ausrichtung befinden, die vor allem durch die zentrale geografische Lage Österreichs sowohl Richtung Westeuropa als auch Osteuropa wesentlich unterstützt wird." Markus Ferrigato, Director Innovation Operations - Global Research, Design & Innovations, Swarovski Professional

"Österreichische Unternehmen sollten die Chance nützen, ihre Erfahrungen und ihr Know-how mit jungen Unternehmen zu teilen. Mutige Visionäre dieser Startups gestalten unsere Zukunft aktiv mit und beweisen mit ihren Ideen Innovationskraft und Gestaltungswillen. Dadurch entstehen neue Lösungen und Wege, aber auch hochqualifizierte Arbeitsplätze. Startups sind eine wichtige Absicherung für den Wirtschaftsstandort Österreich und wir sollten die Jungunternehmer bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit begleiten. Gerade als Telekommunikationsunternehmen wissen wir, wie wichtig neue Ideen für den Markt sind". DI Günther Ottendorfer, CTO Telekom Austria Group

"Startups sind Impulsgeber, Innovationstreiber und Wachstumsmotoren einer nachhaltig erfolgreichen Wirtschaft. Sie schaffen neue Arbeitsplätze und sorgen für Dynamik. Dieses enorme Potenzial haben wir als aws erkannt und unterstützen bereits rund zehn Prozent der österreichischen Startups und jungen Unternehmen. Dabei begleiten wir sie in Form von finanzieller Unterstützung sowie durch laufende Betreuung und Beratung bereits von der ersten Idee bis hin zum Markterfolg." DI Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer Austria Wirtschaftsservice GmbH

"Wir müssen in Österreich ein positives Klima für Startups schaffen, weil nur Innovation und Technologie den Wirtschaftsstandort erhalten können." DI Mag. Robert Ottel, CFO voestalpine AG

"Motivierte Menschen in Startups tragen wesentlich dazu bei, die Kultur unserer Gesellschaft im Umgang mit Veränderung oder dem unternehmerischen Scheitern zu verbessern. Davon profitieren nicht zuletzt auch etablierte Unternehmen." Martin Eder, MSc Kapsch TrafficCom
AG Vice President Innovation

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Bundesgeschäftsführer
Tel.: +43 1 71135-2309
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