USA: Comeback der Holzwirtschaft

Optimismus in der Holzbranche durch anziehenden US-Hausmarkt bei der Oregon Logging Conference in Oregon - Österreich durch Komptech und pewag vertreten

Wien (OTS/PWK144) - In Eugene/Oregon fand soeben die Oregon
Logging Conference & Heavy Equipment, Trucking and Construction Expo (OLC) unter dem Motto 'Cutting Edge Jobs Grow On Trees' statt. "Es ist dies die größte Expo im Bereich Holzwirtschaft westlich des Mississippi. Oregon und der benachbarte Washington State sind die bedeutendsten Holzzentren im Westen der USA", berichtet Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles.

Die Holzwirtschaft ist in den USA mit knapp 9.000 Unternehmen und 53.000 Beschäftigten ein 11 Mrd. USD Business. Thaler: "Die Holzbranche ist einer der ältesten Wirtschaftszweige und wurde von der Krise besonders hart getroffen. Auf dem Messegelände ist unter den Ausstellern jedoch Optimismus spürbar, der auf einem sich erholenden US-Hausmarkt aufbaut." Die US-Wirtschaft ist dabei, auf einen 3%gen Wachstumspfad einzuschwenken. Die Holznachfrage zieht an, wovon die Anbieter von Ausrüstungen profitieren. Die Holzbetriebe in Oregon sind zurzeit zu etwa einem Drittel ausgelastet. Auffallend auf der Messe sind schwere Holzbringungsgeräte von Firmen wie Caterpillar, John Deere und Komatsu sowie viele Trucks für den Holztransport. Thaler: "Unter den Ausstellern ist auch Qualität aus Österreich. Komptech ist hier vertreten und sieht Absatzchancen für Recyclingmaschinen. pewag Austria war erstmals vergangenes Jahr auf der OLC präsent und zeigt mit der kalifornischen Niederlassung wieder Flagge. pewag produziert bereits Schneeketten für LKW in Colorado und plant 'Made in USA' - Ketten auch für den Forsteinsatz, was weitere Verkaufsvorteile schaffen wird."

Während der Krise mussten zahlreiche US-Sägebetriebe schließen. China entwickelte sich dafür zu einem interessanten Absatzmarkt mit phänomenalen Exportsteigerungen, der momentan allerdings mit rückläufigen Wachstumsraten zu kämpfen hat. Das rückläufige Asiengeschäft wird jetzt durch den heimischen Baumarkt kompensiert. In den letzten fünf Jahren wuchs die Holzwirtschaft um 2,1% jährlich, was sich in den nächsten Jahren durch den anziehenden US-Hausbaumarkt weiter verbessern dürfte. Die Papierindustrie als bisher wichtiger Holzkäufer wird infolge zunehmender Digitalisierung an Bedeutung eher abnehmen.

Offen für neue Technologien

Die traditionelle Holzwirtschaft öffnet sich zunehmend neuen Technologien, die die Arbeit sicherer, effizienter und umweltfreundlicher machen. GPS Monitoring der Holzfäller und fallender Stämme, ferngesteuerte Kameras, Prüfung der Seilspannungen, Vermessung von Holzstapeln etc. So wurden beispielsweise neue Erntemethoden aus Neuseeland im steilen Terrain vorgestellt. Mit modernen Technologien erhofft man sich dringend benötigten Nachwuchs anzusprechen. Die Forstwirtschaftsvereinigungen empfehlen Apps für Wetterwarnungen, Tracking, Kompass, Sicherheit, Landkarten, Abrechnung von Straßenkilometern u.v.m. Neue Verfahren ermöglichen es, die Holzschlägerung im Vorfeld zu planen und sichtbar zu machen.

"Für die erfolgreiche Marktbearbeitung ist in der US-Holzwirtschaft die Präsenz vor Ort in Form eines eigenen Unternehmens oder bestens eingeführter Partnerunternehmen mit komplementären Produkten erforderlich, wie die Beispiele erfolgreicher Unternehmen zeigen", so Thaler abschließend. (BS)

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Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Rudolf Thaler
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