HCB-Skandal: Köfer/Prasch fordern Aufklärung über falsche Muttermilch-Proben

Kärntner verdienen volle Transparenz. Initiativen im U-Ausschuss angekündigt

Klagenfurt (OTS) - Landesrat Gerhard Köfer und der stellvertretende HCB-U-Ausschuss-Vorsitzende LAbg. Hartmut Prasch fordern sofortige Aufklärung über falsche Muttermilch-Tests im HCB-Skandal. Eine Mutter aus dem betroffenen Görtschitztal hatte laut AGES-Prüfbericht 0,008 Mikrogramm HCB pro Kilogramm in ihrer Muttermilch. Eine private Probe aus Deutschland ergab aber genau bei dieser Mutter mit 0,18 mg/kg das Dreifache des Grenzwertes. Auch Tests des ORF-Magazins Konkret haben bei drei Frauen und fünf Kindern Ergebnisse teils weit über den Referenzwerten ergeben. Prasch kündigt jetzt eine Initiative an, dass sich der HCB-U-Ausschuss mit dem Muttermilchskandal befassen muss. "Entweder wir schaffen im U-Ausschuss Aufklärung darüber, wie diese Ergebnisse zustande gekommen sind und wer die Verantwortung dafür trägt oder die Staatsanwaltschaft wird sich damit beschäftigen müssen. Es geht hier nicht um Vorverurteilungen, sondern um die nötige Aufklärung im Interesse der betroffenen Bevölkerung, speziell der Mütter und ihrer Kinder." Es gelte auch zu klären, ob es sich schlicht um einen Pfusch der AGES handle, ob der Fehler bei den Zuständigen in Kärnten lag oder ob es sich hier um einen "politischen Megaskandal mit Vertuschung" handle. Prasch verlangt auch, dass sämtliche Bluttests unter unabhängiger Aufsicht wiederholt werden, um Klarheit für die Betroffenen zu schaffen.

Landesrat Köfer hinterfragt zusätzlich, warum die Ergebnisse der restlichen über 100 Blutproben von Bewohnern des Görtschitztales noch immer nicht vorhanden sind. Hier liege der massive Verdacht nahe, dass die Ergebnisse erst nach den Gemeinderatswahlen bekannt werden sollen, um den rot-schwarzen Bürgermeistern der Region ihre Posten zu retten. Auch dies habe der U-Ausschuss zu klären. "Die Kärntnerinnen und Kärntner haben sich völlige Transparenz verdient und können das auch zu Recht von Seiten des Landes erwarten. Zudecken und beschönigen sind jedenfalls kein Weg, um Vertrauen herzustellen. Solange seitens der Koalition und der Behörden so vorgegangen wird, ist jede Imagekampagne sinnlos", so Köfer abschließend.

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