Wohlmuth ad ÖVP: Echter Reformbedarf herrscht in Sachen altersgerechte Arbeitswelt

Unseriöses Ablenkungsmanöver vom überfälligen Bonus-Malus-System

Wien (OTS/PVOE) - "Die Reformen bei den Pensionen sind erfolgt! Wo echter Reformbedarf herrscht, ist in der Wirtschaft. Wir brauchen eine altersgerechte Arbeitswelt, gesunde Jobs für Ältere und ein Bonus-Malus-System, das Betriebe belohnt, welche Ältere einstellen und beschäftigen und wo jene Firmen einen Malus zu zahlen haben, die unterdurchschnittlich wenig ältere Dienstnehmer haben," so Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) zu dem jüngsten Aussagen der ÖVP zum Thema Pensionen. "Es vergeht kein Tag, an dem die ÖVP und selbsternannte Pensionsexperten nicht den Menschen Verschlechterungen bei den Pensionen in Aussicht stellen: Vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsalters, ohne, dass es Jobs für diese Frauen gebe oder eine Pensionsautomatik, mit dem Ziel Pensionsleistungen zu kürzen", kritisiert Wohlmuth. ****

"Was die ÖVP zur Kenntnis nehmen muss: Im österreichischen Pensionssystem wurden in den letzten Jahren die größten Reformen seit Einführung des ASVG umgesetzt! Und sie wirken. Das Pensionsantrittsalter ist bereits um 13 Monate gestiegen. Das zeigt deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Echter Reform- und dringender Handlungsbedarf herrscht aber in Sachen altersgerechter Arbeitswelt! Denn: die Beschäftigungsquote Älterer steigt zwar - Dank der Initiativen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer - ebenfalls, liegt aber derzeit bei nur 24 Prozent (Männer 60 bis 64 Jahre) bzw. 51,7 Prozent (Frauen 55 bis 59 Jahre). Um das Ziel, den Anteil bis 2018 auf 35 Prozent bzw. 62,9 Prozent zu heben, zu erreichen, braucht es mehr altersgerechte Jobs für die Generation 50+! Hier muss endlich auch die Wirtschaft ihrer Pflicht nachkommen", so Wohlmuth, der abschließend betont: "Den selbsternannten 'Pensionsexperten' von ÖVP und Vertretern der ÖVP-nahen Wirtschaft sei also ins Stammbuch geschrieben: Ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter, noch schmerzhaftere Abschläge oder eine Pensionsverschlechterungsautomatik schaffen sicher keine Jobs! Ganz im Gegenteil! Sie erhöhen nur die Altersarbeitslosigkeit und -Armut. Also: Schluss mit der unverantwortlichen Pensions-Panikmache! Her mit dem Bonus-Malus-System, her mit altersgerechten Jobs und her mit mehr betrieblicher Gesundheitsvorsorge." (Schluss)

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