Doku-Trilogie "Hollywood im Krieg": Die Rolle der US-Traumfabrik im Zweiten Weltkrieg

Auftakt am 27. Februar, Teil zwei und drei am 1. und 2. März

Wien (OTS) - Die Traumfabrik Hollywood zählte während des Zweiten Weltkriegs zu den wichtigsten Verbündeten der amerikanischen Regierung und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Propaganda gegen den Nationalsozialismus. Stars wie Charlie Chaplin, Marlene Dietrich, John Ford, Cary Grant, Clark Gable, Rita Hayworth, Laurel & Hardy, Bob Hope, Mickey Rooney und viele mehr waren Teil der organisierten Medienschlacht gegen den Feind Deutschland, die ab Dezember 1941 auch militärisch fortgeführt wurde. Wie vielfältig das Engagement der amerikanischen Filmindustrie und die Macht des Mediums Film tatsächlich war, beleuchtet die am Freitag, dem 27. Februar 2015, startende Doku-Trilogie "Hollywood im Krieg" von Regisseur Michel Viotte (deutsche Bearbeitung: Stefanie Simpkins).

Ein "Dokumentar-Fresko" nennt der französische Filmemacher sein Werk, in dem er selten gezeigtes Archivmaterial und unzählige Filmausschnitte verarbeitet hat. Teil eins der Doku-Serie, "Vereint unter dem Sternenbanner", zeigt, welchen Anteil Hollywood bis zum Eingriff der USA in den Zweiten Weltkrieg hatte und ist morgen um 22.40 Uhr in ORF 2 zu sehen. Die zweite Folge beleuchtet am Sonntag, dem 1. März, um 23.05 Uhr in ORF 2 "Verbündete und Gegner", ihre Darstellung in Filmproduktionen, aber auch Schicksal, Engagement und Instrumentalisierung der Hollywoodstars. Im dritten und letzten Teil geht es um die Beteiligung der Stars, Regisseure, Techniker, Produzenten und Kameramänner "An der Front" - am Montag, dem 2. März, um 23.10 Uhr in ORF 2.

Mehr zum Inhalt von Teil eins "Hollywood im Krieg - Vereint unter dem Sternenbanner":

Anfang der 1930er Jahre ist Hollywood das Zentrum der Unterhaltungsindustrie, weitgehend unberührt von den dramatischen politischen Umwälzungen, die weltweit stattfinden. Das Filmgeschäft ist zum achtgrößten Industriezweig des Landes geworden und feiert auch international große Erfolge. Kritik am Nationalsozialismus gibt es vorerst nicht, beziehungsweise wird sie nur von kleinen, unabhängigen Studios geäußert. Als erster Film überhaupt zeigt "Hitler's Reign of Terror" im Jahr 1934, wie brutal in Deutschland gegen Juden vorgegangen wird. Dieser Film ist eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion. Im Jahr 1938 fordern ferner rund 60 Hollywoodstars in einem Schreiben an US-Präsident Roosevelt und den Kongress den sofortigen Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA. Und jetzt beginnen auch die großen Studios aktiv zu werden. Die ersten Produktionen thematisieren vor allem deutsche Spionageaktionen in den USA - etwa Anatole Litvaks Film "Ich war ein Spion der Nazis". Und nach und nach werden die kritischen Stimmen lauter: 1940 erscheint "Der große Diktator", in dem Charlie Chaplin Deutschland zwar nicht ausdrücklich nennt, aber jeder weiß, wer und was gemeint ist.

Mit dem Angriff der Japaner auf die US-Militärbasis "Pearl Harbor" im Dezember 1941 verlieren die Kriegsgegner im Land zunehmend an Gewicht. US-Präsident Roosevelt fordert die Kinoindustrie nun offiziell auf, ihn bei der Umstrukturierung des Landes für den Krieg zu unterstützen. Hollywoodstars wie Bob Hope, Cary Grant oder Laurel & Hardy gehen gemeinsam auf Tour oder werben in Magazinen und im Fernsehen für den Kauf von Staatsanleihen - zur Finanzierung des Krieges. Die US-Regierung nutzt die Filmindustrie auch für die Ausbildung ihrer Armee. Zwischen 1941 und 1944 entstehen mehr als 1.500 "Trainings-Filme": Der tollpatschige Zeichentrick-Held "SNAFU" weist Soldaten auf wichtige Sicherheitsvorkehrungen hin, etwa den teilweise notwenigen Einsatz von Malaria-Prophylaxe. Klassische Lehrfilme helfen, Gefahren des Krieges wie die japanischen "Zero"-Jagdflugzeuge zu erkennen und Dokumentarfilme wie die preisgekrönte Serie "Warum wir kämpfen" von Frank Capra sollen den Soldaten schlichtweg Motivation sein.

Mit einer ganzen Reihe an spektakulären Filmausschnitten und sorgfältig ausgewähltem Archivmaterial zeichnet Regisseur Michel Viotte ein umfassendes Bild der gigantischen US-Propagandamaschinerie und gewährt Einblick in die einzigartig durchorganisierte Medienschlacht der USA. "Hollywood im Krieg - Vereint unter dem Sternenbanner" ermöglicht einen völlig neuen Blick auf die "Traumfabrik" - und die Weltgeschichte.

Die in HD produzierte Dokumentation ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0004