Die WESTbahn vertritt die Interessen der Kunden und Steuerzahler

Marktanalyse des Instituts für Strategieanalysen (Prof. Filzmaier) zeigt, dass Österreicher Zusatzkosten und ÖBB-Zusatzbestellungen ablehnen

Wien (OTS) - Aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Wien ist eine geplante Direktvergabe des VOR gestoppt worden. Die WESTbahn hat einen Lösungsweg vorgeschlagen und dazu jetzt auch die Meinung der Betroffenen eingeholt.
In der Zeit vom 23. bis 25. Februar 2015 wurden 500 Personen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg zu der vom VOR geplanten Zusatzbestellung von ÖBB-Anschlusszügen zu verlagerten ÖBB-Fernverkehrszügen (Hauptbahnhof statt Westbahnhof) befragt. Die Marktanalyse vom Institut für Strategieanalysen (ISA) unter Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier bestätigt: BMVIT und VOR wollten bei der ÖBB Personenverkehr AG Anschlusszüge bestellen und finanzieren, die die große Mehrheit der Betroffenen gar nicht möchte.

Der Plan von BMVIT, VOR und ÖBB Personenverkehr AG: Ab Dezember 2015 sollten alle eigenwirtschaftlichen Fernverkehrszüge der ÖBB Personenverkehr AG, die bisher den Westbahnhof angefahren haben, nur mehr am Wiener Hauptbahnhof an- und abfahren. Damit sollten unter anderem die Intercity-Verbindungen der ÖBB vom Westbahnhof, vor allem nach St. Pölten, wegfallen und durch zusätzliche Verbindungen mit Steuergeldsubventionen (Bestellung) ersetzt werden.

Die WESTbahn hat vorgeschlagen, die IC-Verlagerung zu vertagen und Bestellgelder einzusparen. Dazu hat das private Bahnunternehmen eine Meinungsforschung gestartet.
Die Ergebnisse der Studie sind mehr als deutlich:
1. 77% der Befragten lehnen die Einführung von Zusatzverbindungen zwischen Wien West und St. Pölten mit Bestellerkosten ab. Sie sprechen sich entweder für eine Verbindung aus, die ohne öffentliche Gelder bedient werden kann (33%) oder für den Verbleib der IC-Züge der ÖBB Personenverkehr AG am Westbahnhof (44%). Die klare Ablehnung gilt auch für Kunden in Niederösterreich: dort sind 73% der Befragten gegen die Einführung von Zusatzverbindungen, um Zusatzkosten für den Steuerzahler zu vermeiden oder dauerhaft IC-Verkehre ab Wien West zu erhalten. Selbst unter den Befragten, die heute nur die ÖBB Personenverkehr AG benutzen, sprechen sich 72% gegen eine Lösung mit Zusatzkosten aus.
2. Auch die Zielsetzung des VOR, nur bei den ÖBB Personenverkehr AG zu bestellen, wird von den Bahnfahren nicht gewollt. 72% der Befragten sind dafür, dass in jedem Fall der billigste Anbieter gefunden werden soll, auch wenn es nicht die ÖBB Personenverkehr AG ist.
3. Noch deutlicher zeigt sich die Position der Bevölkerung, wenn es um die Frage geht, ob die öffentliche Hand Direktvergaben oder öffentliche Ausschreibungen (sogar wenn es länger dauert) durchführen soll. 79% sehen nur eine Vergabe nach öffentlicher Ausschreibung als richtige Vorgangsweise der öffentlichen Hand.
Frauen sind überhaupt zu 82% gegen jede Direktvergabe und sogar Kunden, die ausschließlich die ÖBB Personenverkehr AG nutzen, sprechen sich zu 68% für öffentliche Ausschreibungen aus.

Damit bestätigt die Befragung die Position der WESTbahn, dass die Politik des Verkehrsministeriums, wie auch des VOR, diametral zu den Interessen der Bahnkunden / Steuerzahler steht. Im Gegensatz zum BMVIT und VOR sehen die Bahnfahrer das Primärziel nicht darin, die ÖBB Personenverkehr AG mit Zusatzaufträgen auszustatten. Sie erwarten sich öffentliche Ausschreibungen und sparsame, faire Vergaben.

Nicht zuletzt sehen die Bahnkunden auch das von der WESTbahn vorgeschlagene Fahrplanmodell mit dem Verbleib der ÖBB-IC-Züge am Westbahnhof als beste Lösung, um Zusatzkosten für Zusatzverkehre zu vermeiden und das Verkehrskonzept zu optimieren.

Die WESTbahn fordert daher im Sinne der Bahnkunden und der Steuerzahler,
1. dass eine gesetzliche Regelung generiert wird, die vorschreibt, dass spätestens 4 Jahre vor großen Verkehrsänderungen die Verkehrskonzepte bestellreif für Ausschreibungen sein müssen. Wenn nicht, darf es nur zweijährige Notvergaben mit max. 4 Mio. Euro Bestellrahmen geben.
2. dass jede Direktvergabe vom Bundesrechnungshof oder Landesrechnungshof begleitet werden muss.
3. dass keine Leistungsbestellungen mehr im Fernverkehr erfolgen dürfen, sondern nur Zielgruppenförderungen (Studenten, Familien,...) zulässig sind. Die Budgetmittel dafür sollten beim Familienministerium angesiedelt werden.
4. dass alle Budgetmittel für Leistungsbestellungen (nur mehr Regionalverkehre) vom BMVIT zu den Ländern transferiert werden, damit nur mehr ein Besteller agiert.
5. dass das BMVIT nur mehr Finanzmittel für die Verkehrsinfrastruktur verwalten soll, um den unlösbaren Interessenskonflikt als Eigentümer der ÖBB (Personenverkehr AG) und gleichzeitig Besteller von Leistungen bei der ÖBB Personenverkehr AG beenden zu können.
6. dass durch Synergien bei der Bestellung nur noch durch die Länder 20% der Ausgaben eingespart werden müssen (Subventionsreduktion zum heutigen BMVIT Budget), weil es auch zusätzlich durch Ausschreibungen noch billiger wird.

Die Marktanalyse zeigt, dass die WESTbahn nicht nur mit ihren eigenen Zugangeboten und Serviceleistungen den richtigen Fokus für die Kundenwünsche hat, sondern auch erkennt, was die Bahnfahrer/Steuerzahler generell am meisten präferieren.

Rückfragen & Kontakt:

WESTbahn Management GmbH
Mag. Angelika Veith
Head of Communications
0676 348 94 11
va@westbahn.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WES0001