Nationalrat - Gessl-Ranftl/Yilmaz/Grossmann: Gewalt gegen Frauen muss weltweit bekämpft werden

EU muss Indien im Kampf gegen Gewalt an Frauen unterstützen - Aufholbedarf auch in Österreich

Wien (OTS/SK) - "Die Gewalt an Frauen muss auf allen Ebenen weltweit thematisiert und bekämpft werden", betonten die SPÖ-Abgeordneten Andrea Gessl-Ranftl, Elisabeth Grossmann und Nurten Yilmaz. Mit dem Beschluss zu Kooperation zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Indien heute, Mittwoch, im Nationalrat soll explizit auf die Situation von Frauen in Indien hingewiesen und der Außenminister und die Frauenministerin bei ihrer Arbeit unterstützt werden. ****

Die Indische Regierung will mit Spezialeinheiten bestehend aus 2.500 BeamtInnen der Polizei landesweit Gewalt an Frauen bekämpfen. Ein Drittel davon sollen Frauen sein. Gessl-Ranftl betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die Regierungen auf EU-Ebene einsetzen und die Bestrebungen der Regierung in Indien nicht nur unterstützen, sondern auch unmissverständlich klarstellen, dass Gewalt an Frauen, insbesondere Vergewaltigungen keine Kavaliersdelikt darstellen und auf das Schärfste abzulehnen sind.

"Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft mit Indien ist auch größter Wert darauf zu legen, dass Frauen ökonomische Unabhängigkeit erlangen, denn der Nährboden für Gewalt ist meist ökonomische Abhängigkeit", betonte SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann. Zudem forderte sie eine funktionierende Justiz, die Straftaten konsequent verfolgt und entsprechende Gesetze, die gegen alltägliche Diskriminierungen auch entsprechendes Unrechtsbewusstsein schaffen.

"Gewalt gegen Frauen hat viele Erscheinungsformen. Psychische Gewalt, physische Gewalt, körperliche Gewalt bis hin zur sexuellen Gewalt - alle diese Formen sind Menschenrechtsverletzungen", betonte SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz. Jedoch trifft geschlechtsspezifische Gewalt mehrheitlich Frauen - nicht nur in Indien. Yilmaz macht auch auf den Hass gegen Frauen im Internet aufmerksam: "Dieser Hass insbesondere auf Feministinnen ist Ausdruck patriarchaler Verhältnisse. Tödliche Übergriffe auf Frauen und Mädchen, die medial oft als Familiendramen verharmlost werden, sind oft der tragische Endpunkt sozialer Wirklichkeit in der Frauen unterdrückt, erniedrigt oder nicht erstgenommen werden." Es geht um Macht, Möglichkeiten und Ressourcen, sowie um Umverteilung und Gleichstellung, so Yilmaz abschließend. (Schluss) tg/ve

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