FEEI: Forschungsland Österreich in Spitzentechnologien und marktnaher Forschung stärken

Österreich braucht mehr Forschung, um wettbewerbsfähig zu bleiben

Wien (OTS) - "Österreich braucht mehr Forschung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im internationalen Vergleich rutscht Österreich zurück und es geht wertvolle Zeit verloren", betont Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie anlässlich des heute präsentierten Forschungsaktionsplans des Wissenschaftsministeriums.

Öffentliche Gelder, die in Forschung an Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) fließen, sind gut investiert: Wird ein Forschungsmitarbeiter gefördert, stellen innovative Unternehmen diesem im Durchschnitt vier weitere Mitarbeiter als Team zur Seite. An der Umsetzung der Ergebnisse in Hightech-Produkte sind weitere zehn Personen beschäftigt. In der gesamten Wertschöpfungskette entstehen in Folge rund 500 Arbeitsplätze europaweit.

"Jede weitere Maßnahme, die zusätzliche, auch private Gelder für Forschung generiert, sehen wir positiv, etwa die von Reinhold Mitterlehner vorgeschlagene Neuregelung des Bundesstiftungsgesetzes."

Die Bundesregierung weist Roitner erneut auf die Forderung der Elektro- und Elektronikindustrie hin, Informations- und Kommunikationstechnologien zu fördern: "200 Mio. Euro aus der so genannten Breitbandmilliarde müssen in IKT-nahe Forschung fließen."

Zu wenige Gelder für marktnahe Forschung

Es gibt noch viele Schwachstellen bei der Finanzierung und Förderung von Innovationen im Privatsektor, um neuen, mutigen Ideen zur Marktreife zu verhelfen. Die europäischen Spitzeninnovatoren Dänemark und Schweden brillieren vor allem bei der Vermarktung ihres technologischen Wissens.

"Heimische Unternehmen scheitern hingegen häufig an der Herausforderung, ihre Forschung in marktreife Produkte weiterzuentwickeln. Auf dem Weg dorthin geht vielen Unternehmen einfach die Luft aus", beschreibt Roitner die Situation. "Das zukünftige Marktpotenzial von Projekten soll daher eine stärkere Rolle spielen. Es gibt derzeit zu wenige Gelder für die marktnahe Forschung."

Wettbewerbsfähig durch Spitzenforschung in Stärkefeldern

Österreich kann sich in zahlreichen Technologiefeldern -Mikroelektronik, IKT, Energie, Automation u.v.m. - international an der Spitze behaupten. Um diese Unternehmen weiter in Toppositionen zu halten, müssen Forschung und Entwicklung in jenen Bereichen forciert werden, wo in Österreich Stärkefelder vorhanden sind. Dies stärkt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit und sichert gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

IKT ist forschungsintensivste Branche

Die Elektro- und Elektronikindustrie zählt seit jeher zu den innovativsten Wirtschaftsbranchen. Laut der letzten Vollerhebung durch die Statistik Austria hat die Elektro- und Elektronikindustrie knapp eine Mrd. Euro in F&E investiert.

IKT im Besonderen ist die forschungsintensivste Branche. In der Chipfertigung etwa beträgt die F&E-Quote zwischen 10 und 20 Prozent. Wie innovativ IKT Made in Austria ist, sieht man am Beispiel Smartphone: in fast jedem dritten Gerät stecken u.a. Siliziummikrofone oder Lichtsensortechnologie, entwickelt und produziert in Österreich.

Über den FEEI:

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 270 Unternehmen mit über 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,45 Milliarden Euro (Stand 2013). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. www.feei.at

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