Häupl in ÖSTERREICH: "Strache wird in Wien nie etwas."

Im ÖSTERREICH-Interview eröffnet Bürgermeister Michael Häupl den Wiener Wahlkampf mit heftigen Angriffen auf FPÖ und Grüne. Selbst eine "bunte Koalition" zum Sturz der SPÖ sei möglich.

Wien (OTS) - Im ersten großen Interview zum Wiener Wahlkampf erklärt Bürgermeister Michael Häupl in ÖSTERREICH (Donnerstag-Ausgabe), dass er "den Wahlkampf kurz halten möchte".

Eine Steuerreform mit einer Entlastung für die kleinen Einkommen "im Volumen von 5 Mrd. Euro" ist aus der Sicht des Wiener Bürgermeisters notwendig. "Es darf aber nicht dazu kommen, dass sich die Arbeitnehmer das selbst finanzieren. Selbstverständlich bin ich für Vermögenssteuern."

Wien brauche die Steuerreform, weil die Stärkung der Kaufkraft und der öffentlichen Investitionen die "Zauberformel für künftiges Wachstum" sei.

Angesprochen auf sein Verhältnis zu FP-Chef HC Strache erklärt Häupl: "Jetzt will er Bürgermeister werden, 2018 will er Kanzler werden, 2022 bewirbt er sich vielleicht als Papst. Strache bewirbt sich überall, wird aber nie irgendetwas. Es läuft in Wien immmer nach dem gleichen Muster: Strache kandidiert schon zum dritten Mal, dann verliert er und ist wieder weg aus der Stadt."

Harte Kritik für die Zusammenarbeit der Grünen mit der FPÖ in Wr. Neustadt kommt auch im Vorfeld der Wiener Wahl: "Die Grünen haben für ein Butterbrot ihre Seele verkauft." Häupl hält eine Koalition mehrerer anderer Parteien gegen die SPÖ "für möglich". Angesprochen auf die Wahlchancen der Wiener SPÖ meint Häupl, dass "es durchaus noch Luft nach oben bis zur absoluten Mehrheit gibt, auch wenn wir besser liegen, als derzeit in Umfragen kolportiert wird".

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