KURIER: Zweite Obduktion im Fall Alijev gefordert

Anwalt spricht von möglicher Befangenheit des Gerichtsmediziners und hat im Namen der Witwe die Freigabe der Leiche beantragt

Wien (OTS/Kurier) - Das Obduktionbsergebnis im Fall Rakhar Aliyev, der sich in seiner Zelle erhängt hat, geht von Selbstmord aus. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Für Aliyevs Anwalt Klaus Ainedter ist das Obduktionsergebnis aber noch nicht bindend. Er hat namens der Witwe die Freigabe der Leiche beantragt, um sie einer zweiten Obduktion durch einen Gerichtsmediziner seiner Wahl zuzuführen.

Die erste wurde vom Leiter der Wiener Gerichtsmedizin, Prof. Daniele Risser durchgeführt. Nicht, dass Ainedter diesem misstrauen würde, doch der Anschein einer möglichen Befangenheit liegt in der Luft. Denn Risser sollte auch als Gutachter der Anklage im Mordprozess gegen Aliyev auftreten.

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