LH Platter: "Länder ziehen bei Asyl an einem Strang"

Tirols Landeshauptmann fordert Solidarität von allen EU-Mitgliedsstaaten

Innsbruck (OTS) - Tirols Landeshauptmann Günther Platter zeigt sich mit der Landeshauptleutekonferenz zu Asylfragen sehr zufrieden: "Es ist notwendig und richtig, dass Bund und Länder bei diesem Thema in engem Kontakt stehen und sich regelmäßig austauschen, weil die Herausforderung nur gemeinsam zu bewältigen ist. Der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen. Allein in Tirol werden wir heuer rund 1000 zusätzliche Plätze benötigen", sagt Platter. Der Landeshauptmann ist überzeugt, dass das zu schaffen ist. "Tirol hat es mit vereinten Kräften auch auf den Weg gebracht, die bis 31. Jänner geforderten Quartiere bereitzustellen." Um in der Bevölkerung die hohe Akzeptanz für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen beizubehalten, ist es aus Sicht des Tiroler Landeshauptmanns unerlässlich, dass die Verfahren für Personen aus sicheren Herkunftsländern beschleunigt werden, wie dies das von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner vorgelegte Fremdenrechtspaket vorsieht. "Die Innenministerin ist auch sehr bemüht, dass es endlich zu einer gerechteren Aufteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU kommt", unterstreicht Platter. In der Wertegemeinschaft EU müsse diese Solidarität von allen Mitgliedstaaten eingefordert werden, erneuert Platter die von ihm bereits mehrmals erhobene Forderung. Verbesserungen fordert der Tiroler Landeshauptmann indes bei der stockenden Zuteilung von Personal an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sowie eine optimierte Koordination bei der Zuteilung der Flüchtlinge auf die Bundesländer. Die Errichtung von Verteilerquartieren könne nur in Absprache mit den Ländern erfolgen, schließt Platter.

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