NEOS: Forschungsaktionsplans der Bundesregierung ist längst überfällig

Niki Scherak: "Ich vermisse echte innovative Ansätze in dem überholten Konzept"

Wien (OTS) - Die Schwerpunktsetzung auf wissenschaftlichen Nachwuchskarrieren, die Stärkung der Verwertungskultur an den Universitäten und der Ausbau der privaten Finanzierung - darauf setzt Bundesminister Reinhold Mitterlehner bei der Präsentation des Forschungsaktionsplans. "Die Vorstellung dieser Themen als innovativen Ansatz führt nur die Untätigkeit dieser und der Vorgängerregierungen klar vor Augen", bringt NEOS-Wissenschaftssprecher Niki Scherak sein Unverständnis zum Ausdruck. "Seit langem ist klar, dass Österreich beim Anteil der privaten Mittel in öffentlichen Forschungsinstitutionen nur unter ferner liefen liegt. Auch die Forschungsförderung leidet an chronischer Unterdotierung. Das hat den Forschungsstandort Österreich nachhaltig geschwächt. Enttäuschend ist vor allem diese sehr späte Reaktion auf lang bekannte Problemstellungen."

Zur Absicherung einer nachhaltigen Hochschulfinanzierung drängen NEOS schon länger darauf, den Drittmittelanteil durch die Förderung des Mäzenatentums und ein reformiertes Stiftungswesen zu stützen. Jungen Forschenden muss in Österreich endlich eine langfristige Perspektive gegeben werden, sodass die besten Köpfe nicht gezwungen sind, ins Ausland abzuwandern. Die Anbindung forschungsstarker Unternehmen an Österreichs Hochschulen muss unterstützt werden um zu einer neuen Innovationskultur zu finden, die weit über das angekündigte "Jahr der Forschung" hinauswirkt.

"Angesichts der knappen Budgetlage im Bereich Wissenschaft und Forschung ist es fraglich, ob eine Umsetzung des präsentierten Konzepts überhaupt möglich ist, oder ob es sich nur um reine Ankündigungspolitik handelt. Nicht umsonst wurde von der Universitätenkonferenz zum wiederholten Mal auf die prekäre Budgetsituation und drohende Einstellung von Studiengängen hingewiesen", schließt Niki Scherak.

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