ÖH: Forschungsaktionsplan zeigt klare Bildungsökonomisierung

Zukünftige Forscher_innen müssen ebenfalls gestärkt werden.

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_inneschaft (ÖH) sieht in dem heute vorgestellten Forschungsaktionsplan ihre Befürchtungen der Vorjahre bestätigt. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des ERA-Council-Forum Austria, Helga Nowotny, präsentierte der Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Umsetzung des Forschungsaktionsplanes. Wie für die ÖH aus der Vorstellung hervorgeht, legt der Plan einen besonderen Schwerpunkt auf die finanziellen Aspekte von Forschung. "Wovor wir bereits seit Jahren warnen, wurde heute wieder einmal belegt. Die Zusammenlegung von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium hat deutliche Spuren hinterlassen, wie vor allem die Regelungen zu den Leistungsvereinbarungen zeigen", sagt Florian Kraushofer vom Vorsitzteam der ÖH.

Bei den Leistungsvereinbarungen werden die Universitäten erstmals dazu aufgefordert konkrete Verwertungs-Ziele zu definieren. "Das stellt für uns einen ganz klaren Anreiz für wirtschaftlich verwertbare Forschung dar. Das lehnen wir aufs Schärfste ab", so Kraushofer: "Mitterlehner gibt zwar an Geistes,- Kultur und Geisteswissenschaften weiter fördern zu wollen, aber das ist zu wenig. Alles außerhalb von diesem Rahmen fällt einfach weg. Für uns ist das klare Bildungsökonomisierung."

Positiv sieht die ÖH die Thematisierung der Probleme von Jungforscher_innen und des Reformbedarfs bei der Rot-Weiß-Rot-Karte. "Allerdings fehlen uns hier Vorschläge bereits begeisterte, zukünftige Forscher_innen zu unterstützen. Für uns zählen da alle Studierenden dazu. Viele von ihnen müssen aber mit nur ein paar wenigen hundert Euro im Monat leben. Auch das hat immense Auswirkungen auf Kreativität, Innovation und Qualifikation von Forschung", sagt Kraushofer.

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