Bäder und Thermen warnen vor Steuererhöhung

WKÖ-Bäder-Sprecher Baumgartner: Steuererhöhung wäre Desaster für die Branche - Erhöhung der Eintrittspreise würden in erster Linie Familien treffen

Wien (OTS/PWK138) - Mit Sorge und Unverständnis verfolgen die Betreiber der heimischen Bäder und Thermen die derzeitigen Diskussionen rund um die Steuerreform. Demnach steht angeblich auch in der Bäderbranche eine Erhöhung der Umsatzsteuer im Raum, was für die Unternehmen massiv negative Auswirkungen hätte. "Eine Erhöhung der Eintrittspreise in Bäder und Thermen wäre zwangsläufig die Folge. Diese würde ausschließlich den Endverbraucher belasten, wobei insbesondere wiederum Familien betroffen wären", hält der Branchensprecher der Bäder in der Wirtschafskammer Österreich (WKO), Gerhard Baumgartner, fest und ergänzt: "Wenn es dadurch zu einem Rückgang der Gäste kommt, wäre dies aufgrund der ohnehin schon sehr hohen Investitions- sowie Erhaltungskosten für unsere Betriebe nicht mehr machbar".

Zudem würde eine Steuererhöhung Wettbewerbsnachteile mit sich bringen, da der Mehrwertsteuersatz in Deutschland mit nur sieben Prozent wesentlich niedriger liegt und heimische Thermengäste in grenznahen Gebieten sicherlich abwandern würden, so Baumgartner. "Noch dazu sind unsere Bäder und Thermen verlässliche Arbeitgeber mit Standortgarantie in den Regionen. Eine weitere Belastung würde für viele Betriebe das Aus bedeuten und folglich die Arbeitslosigkeit erhöhen", warnt Baumgartner.

Gerade in einer Gesellschaft, die sich immer weniger bewegt, so der WKÖ-Bäder-Sprecher, und die dadurch sogar Adipositas gefährdet sei, spiele Bewegung im Kindesalter eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Gesundheit. Aber auch bei Erkrankungen des Bewegungs-und Stützapparates leistet der Schwimmsport einen wesentlichen Beitrag zum gesundheitlichen Wohlbefinden. "Es ist nicht einzusehen, warum gerade der Zugang zum Schwimmsport und zu präventiven Gesundheitsmaßnahmen, wie sie beispielsweise in Thermen angeboten werden, durch eine Steuererhöhung erschwert werden sollen", betont der Branchensprecher abschließend. (ES)

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband Gesundheitsbetriebe
Mag. Bernhard Gerstberger
Telefon: +43 5 90 900 3471
bernhard.gerstberger@wko.at
Internet: http://www.gesundheitsbetriebe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0011