Industrie: Aktionsplan für wettbewerbsfähigen Forschungsraum nennt zentrale Handlungsfelder

IV-GS Neumayer: Österreich muss zum Innovation Leader aufsteigen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben - Synergieeffekte bestmöglich nutzen

Wien (OTS/PdI) - "Die im Forschungsaktionsplan vorgeschlagenen Maßnahmen zur Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Österreich sind aus Sicht der Industrie absolut begrüßenswert -ebenso wie die damit einhergehende Intention, sowohl die FTI-Strategie des Bundes, als auch die 'Leitbetriebe Standortstrategie', voranzutreiben", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute Mittwoch. Sie würden zudem viele jener Forderungen aufnehmen, welche die IV bereits in ihrer Ende Jänner präsentierten IV-Hochschulstrategie formuliert habe. Zentral sei nun, dass es rasch in die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gehe. "Die Fakten sprechen für sich und der Handlungsbedarf ist akut: Im Innovation Union Scoreboard 2014 liegt Österreich in der Gruppe der 'Innovation Follower' auf dem zehnten Platz. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir aber zum Innovation Leader aufsteigen", so Neumayer.

Um dieses Ziel erreichen zu können, sei es gerade in Zeiten der Konsolidierung notwendig, Synergieeffekte bestmöglich zu nützen. Einen wichtigen Beitrag könnte dafür die im Aktionsplan geforderte, einsehbare Forschungsinfrastrukturdatenbank von Forschungseinrichtungen leisten. Ebenfalls müssten, wie im Aktionsplan gefordert, die Projektbeteiligungen im europäischen Rahmenprogramm 'Horizon 2020' stark forciert werden, um im europäischen Wettbewerb weiterhin erfolgreich reüssieren zu können und die Rückflussquote zu steigern. "Hierbei gilt es im Besondern, den Anteil der innovativen Unternehmen in Horizon 2020 zu erhöhen", so der IV-Generalsekretär.

Hochqualifizierten Nachwuchs sicherstellen

Aus Sicht der Industrie müsse insbesondere der hochqualifizierte Nachwuchs für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort langfristig sichergestellt sein und Österreich für internationale Talente attraktiver gemacht werden. "Österreich verliert zu viele Hochqualifizierte ans Ausland: In Summe wandert fast jede bzw. jeder achte Hochqualifizierte aus Österreich ab", so Neumayer. Dazu brauche es sowohl Nachwuchssicherung von "innen" als auch von "außen", durch die Anziehung von internationalen Talenten. Zum einen gelte es daher, Karrieremöglichkeiten in Wissenschaft und Forschung zu verbessern, zum anderen sei die Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Karte auf Bachelorabsolventinnen und -absolventen, inklusive der Verlängerung der Suchfrist für einen Arbeitsplatz von derzeit sechs auf zwölf Monate, verbunden mit einem Mehr an Servicequalität, nötig. Unerlässlich sei es dabei, eine Willkommenskultur für Forscherinnen und Forscher und hochqualifizierte Personen mit Migrationshintergrund zu etablieren. "Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die Basis für die Gesellschaft, für den Wohlstand und damit auch die Basis für mehr Arbeitsplätze", so Neumayer. Daher brauche es in Österreich mehr "Sensibilität in der Gesellschaft für die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft und Forschung." Die Industrie begrüße daher das Vorhaben, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu vertiefen, insbesondere durch intensivierte Maßnahmen im Bereich der Wissenschaftskommunikation. Darüber hinaus sei es auch ein zentrales Anliegen der Industrie, das Thema Entrepreneurship an Universitäten stärker zu verankern und akademische Spin-offs zu forcieren.

Allerdings müsse auch festgehalten werden, dass die im Aktionsplan festgehaltenen Maßnahmen zur Erreichung der Zielsetzung, Österreich in die Gruppe der "Innovation Leader" zu bringen, nur einen Auszug darstellen. "Gerade die Förderung von angewandter Forschung durch die FFG oder die steuerliche Anreizsetzung durch die Forschungsprämie stellen einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung und Ausweitung der unternehmensnahen Forschungsaktivitäten dar", so Neumayer abschließend.

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