uniko zu Aktionsplan für Forschung: Zuerst Finanzierung klären

Schmidinger: Universitätspersonal ist sehr wohl Teil der Agenda

Wien (OTS) - Als grundsätzlich "positives Signal" wertet die Universitätenkonferenz (uniko) den heute präsentierten "Aktionsplan für einen wettbewerbsfähigen Forschungsraum", womit das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) das Thema Forschung auf die Agenda 2015 setzt. Dieser enthält eine Reihe von Vorschlägen, speziell zu den Karriereperspektiven für das Universitätspersonal, deren Dreh- und Angelpunkt Vizekanzler Reinhold Mitterlehner bei der Präsentation selbst angesprochen hat: die "Finanzierungsfrage". Für den Präsidenten der uniko, Rektor Heinrich Schmidinger, ist derzeit nicht erkennbar, wie das Konvolut an "Verbesserungsmöglichkeiten" umgesetzt werden soll - wenn schon jetzt ein beträchtlicher Teil der Zusatzmittel von 615 Millionen Euro für die Leistungsvereinbarungen 2016 bis 2018 für Ärztegehälter aufzuwenden ist.

Verwundert zeigt sich Schmidinger darüber hinaus über die vom BMWFW behauptete "intensive Einbindung der Universitäten bei der Erstellung" des Plans. Irritierend sei vor allem die Aussage in dem Aktionsplan, dass "das Thema Personal und Personalstruktur im Universitätsbereich bis dato kaum auf der Agenda" gewesen sei. "Gerade durch die vom UG 2002 eröffnete Autonomie konnte überhaupt erst die bürokratische Detailsteuerung des Ministeriums durch ein professionelles Personalmanagement ersetzt werden", betont der uniko-Präsident. Trotz gleichbleibender Grundfinanzierung sei es gerade den Universitäten gelungen, aufgrund effizienten Personalmanagements das Stammpersonal bzw. Globalbudget-Personal zu erhöhen und ebenso gleichzeitig das Drittmittelpersonal signifikant zu steigern.

In diesem Kontext wirft die vom BMWFW angeführte Idee, ein "von der Finanzierungsquelle losgelöstes, gesamthaftes, integratives Personalmanagement" einzuführen, neue Fragen auf. "Um eine Balance zwischen Drittmitteln und Stammpersonal, auch um sogenannte Tenure-Track-Stellen herzustellen, bedarf es schlicht einer entsprechenden Finanzierung", hält Schmidinger fest. Und das betreffe ebenso die anderen Maßnahmen und Ziele des vorgelegten Aktionsplans. "Viele davon sind ohnehin Teil der Strategie der Universitäten beziehungsweise wurden von diesen selbst initiiert - das reicht von den Wissenstransferzentren bis zu Pionierprojekten im Bereich Open Innovation", ergänzt der uniko-Präsident.

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